OberpfalzFalsche Navi-Eingabe löst Suche nach vermisstem Arbeiter aus

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Ein Mitarbeiter eines Gleisbautrupps war auf Abwegen unterwegs. Auf der Schiene wäre das vermutlich nicht passiert. (Symbolfoto)
Ein Mitarbeiter eines Gleisbautrupps war auf Abwegen unterwegs. Auf der Schiene wäre das vermutlich nicht passiert. (Symbolfoto) (Foto: Jens Büttner/dpa)

Ein Bautrupp an Bahngleisen in Bayern braucht mehr Kraftstoff. Ein Vorarbeiter macht sich auf den Weg – doch eine Verwechslung führt zu größeren Turbulenzen und einem ungewöhnlichen Ausflug.

Neukirchen ist nicht gleich Neukirchen – diese Erfahrung hat ein Bauarbeiter auf Kraftstoff-Suche in der Oberpfalz auf zeitraubende Weise gemacht und dabei einen größeren Sucheinsatz ausgelöst.

Der 58-Jährige aus Thüringen habe sich in einem Lastwagen auf den Weg gemacht, um Nachschub am Bahnhof Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg zu holen, teilte die Polizei mit. Durch eine Unachtsamkeit bei der Eingabe ins Navigationsgerät wurde er aber nicht zu dem etwa neun Kilometer entfernten Bahnhof geleitet – sondern ins rund 116 Kilometer entfernte Neukirchen beim Heiligen Blut im Bayerischen Wald.

Als er deshalb nach über einer Stunde nicht zur Baustelle zurückkam, machten sich die Kollegen laut Polizei erste Sorgen. Anrufe landeten sofort in der Mailbox. Als dann auch noch die Kollegen am Bahnhof Neukirchen auf Nachfrage sagten, dass der Lastwagen nie dort angekommen sei, wuchsen die Sorgen um den an Diabetes leidenden Fahrer. Also wurde der 58-Jährige nach Rücksprache mit dem Firmenchef bei der Polizei als vermisst gemeldet.

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Die Arbeiten an der Baustelle wurden gestoppt, die Kollegen suchten die Wegstrecken und die Umgebung nach dem Vermissten ab. Die Polizei arbeitete unterdessen an der Handy-Ortung – und fand als letzten Standort einen Funkmast in Bad Kötzting im Bayerischen Wald.

Erst gut fünf Stunden nach seiner Abfahrt bestätigte sich dann die aus der Handy-Ortung resultierende Vermutung der Ermittler: Der 58-Jährige kehrte, laut Polizei „kurz vor seinem offiziellen Feierabend“, wieder zur Baustelle zurück – „zur großen Erleichterung völlig gesund und munter“.

Tatsächlich war er demnach mit seinem Lastwagen in den Bayerischen Wald gefahren, weil er bei der Auswahl seines Ziels in der Zeile seines Navis verrutscht war. Dass dann auch noch sein Handyakku nicht geladen war, „passt natürlich sehr gut zu den Gesamtumständen“, teilte die Polizei mit.

Der 58-Jährige sah in dem ungewollten Trip laut Polizei aber durchaus auch Positives: „Zumindest konnte der 58-Jährige bei seinem „Ausflug“ einen Eindruck vom Bayerischen Wald gewinnen, der seinem Empfinden nach einem Vergleich mit dem Thüringer Wald durchaus standhält.“

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