Vertragsunterzeichnung:113 Jahre Vogelschutz

LBV übergibt seine historischen Akten und anderen Schriftverkehr an das Hauptstaatsarchiv.

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) rühmt sich gerne, Bayerns älteste Naturschutzorganisation zu sein. Tatsächlich reicht seine Geschichte bis 1909 zurück, der LBV ist damit vier Jahre älter als der Bund Naturschutz. Gegründet wurde der LBV von Prinzregent Luitpold als "Staatlich autorisierte Kommission für Vogelschutz im königlichen Bayern". Am Montag haben nun der LBV-Chef Norbert Schäffer und der Direktor des Hauptstaatsarchivs in München, Bernhard Grau, eine sogenannte Archivierungsvereinbarung unterzeichnet. Damit übernimmt das Hauptstaatsarchiv die kompletten historischen Akten und anderen Schriftverkehr des LBV. Die Verbandsgeschichte soll so für die Nachwelt erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. "Die Aufnahme des LBV ins Hauptstaatsarchiv zeigt die wichtige Rolle der Umweltverbände in Bayern", sagte Schäffer. "Für uns sind das Interesse des Hauptstaatsarchivs und der Vertrag eine große Anerkennung."

Der LBV hat die meiste Zeit seiner 113-jährigen Geschichte eher im Hintergrund gewirkt und sich strikt auf den Schutz der Vogelwelt beschränkt. Erst unter Schäffer, der seit 2014 an der LBV-Spitze steht, hat er sich politisiert. Zuletzt war er zum Beispiel am "Volksbegehren Artenvielfalt - Rettet die Bienen" und am Kampf gegen die Skischaukel am Riedberger Horn beteiligt. Der LBV zählt aktuell 110 000 Mitglieder und Unterstützer.

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