Bayerisches Magazin:Die "MUH" braucht Hilfe

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Cover "Muh"-Magazin

Cover des "Muh"-Magazins: Jetzt starten die Macher eine Rettungsaktion im Netz.

(Foto: MUH)

Das Team der Zeitschrift startet eine Rettungsaktion und ruft zu einer Spendenaktion im Internet auf - mit prominenter Unterstützung.

Von Sarah Höger

Als Josef Winkler vor zehn Jahren das Magazin MUH erdachte, war der Abgesang auf den Printjournalismus schon lange angestimmt. Winkler und sein Gründerteam, zu dem auch La-Brass-Banda-Musiker Stefan Dettl gehört, wollten es trotzdem wagen. Herausgekommen ist ein genreübergreifendes Heft zu allem, was mit Bayern zu tun hat, "aber ohne Rezepte über Omas Schmankerl", sagt Winkler.

Das Magazin erscheint vierteljährlich, 96 Seiten stark ist jede Ausgabe. Platz ist also genug; da bekommt ein Interview auch mal Raum über 16 Seiten. Die Aufmachung ist opulent, mit auffälligen Illustrationen und übergroßem Format, das auf dem Kiosktisch hervorsticht. Trotzdem kaufen immer weniger Menschen die MUH, dem Magazin geht es schlecht.

Von Beginn an sei es schwierig gewesen, "zum Sterben hatten wir zu viel und zum Leben zu wenig", fasst Winkler zusammen. Am Mittwoch erschien die 41. Ausgabe, gleichzeitig hat die Redaktion eine Spendenaktion auf der Internetseite Startnext.com begonnen. Bis zum 31. August will man 50 000 Euro sammeln. Als Unterstützer konnten die Herausgeber bayerische Prominenz gewinnen, so werben Hannes Ringlstetter, Luise Kinseher und Willy Astor für die Rettung des Hefts.

Schon im vergangenen Jahr unternahm die Redaktion einen Reanimationsversuch; man wollte sich nicht länger von Ausgabe zu Ausgabe hangeln. Geplant waren große Plakate an den Verkaufsstellen, um die Verkaufszahlen zu steigern. Dann kam der Lockdown - genau an dem Tag, an dem das Heft in den Druck ging. Die Aktion verpuffte. 4000 Abonnenten erreicht die MUH, mehr als 2500 Hefte werden an den Kiosken verkauft. "Allein der Hauptbahnhof München hat vor Corona 1000 Exemplare pro Ausgabe geordert", sagt Geschäftsführerin Katrin Schießl. Sollte die Spendenkampagne gut laufen, sitze man nicht "auf einem Geldhaufen", sagt Winkler. Aber es werde reichen, um Lücken auf dem Konto zu stopfen.

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