Wirtschaft in BayernMetall- und Elektroindustrie bekommt weniger Aufträge

Die Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie verzeichnen einen deutlich sinkenden Auftragseingang.
Die Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie verzeichnen einen deutlich sinkenden Auftragseingang. (Foto: dpa)

Die Branchenverbände machen hohe Energiekosten, Kriege und die schwache Weltkonjunktur verantwortlich. Und die Berliner Wirtschafts- und Finanzpolitik.

Die bayerische Metall-und Elektroindustrie meldet deutliche Auftragsrückgänge im ersten Quartal. Der Auftragseingang sei 6,6 Prozent niedriger als im ersten Quartals des Vorjahrs und zwölf Prozent niedriger als im letzten Quartal, teilten die beiden Branchenverbände Bayme und VBM am Dienstag in München mit. Er sei inzwischen auf dem tiefsten Stand seit dem Corona-Einbruch. „Besorgniserregend ist dabei vor allem, dass die Auftragseingänge aus dem Inland geradezu einbrechen“, sagte Verbandschef Bertram Brossardt.

Die Produktion im ersten Quartal lag demnach 1,6 Prozent über dem ersten Quartal des Vorjahres, aber 2,6 Prozent unter dem letzten Quartal. Ursachen seien „eine chaotische Wirtschafts- und Finanzpolitik auf Bundesebene, weiterhin hohe Energiekosten, geopolitische Spannungen sowie die anhaltend schwache Weltkonjunktur“, sagte Brossardt.

Die schwache Konjunktur werde zu einem Risiko für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie stieg zwar seit Anfang 2023 um ein Prozent auf 873 000 und erreichte damit ein Allzeithoch. Aber die Beschäftigungspläne der Betriebe seien negativ, fast 15 Prozent der Betriebe hätten laut Ifo-Konjunkturtest Bayern Mitarbeiter in Kurzarbeit, 19 Prozent planten demnächst, Beschäftigte in Kurzarbeit zu schicken.

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