Irgendwo in diesem bunten Gewimmel, das man auf Fotos von dem Tag sehen kann, stand Ludwig Spaenle. Als die AfD im Februar ihren Rechtsaußen-Anführer Björn Höcke nach Lindenberg im Allgäu einlud, gingen 3500 Menschen auf die Straße. „Neue Farbe, gleicher Faschismus“ stand auf Plakaten mit braunen und blauen Uniform-Männchen. „Unser Kreuz hat keine Haken“, propagierten Christen. Man sah Regenbogenfahnen, Omas gegen rechts, auch die Antifa-Szene, vor allem aber Tausende besorgte Menschen. Der frühere bayerische Kultusminister Spaenle, Beauftragter der Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, fuhr ebenfalls hin.
Bayerns Beauftragter gegen Antisemitismus„Werden die Demokraten wie in Weimar noch mal versagen?“
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Ex-Kultusminister Ludwig Spaenle steht vor einem Comeback im Landtag. Das treibt ihn weit weniger um als ein möglicher Wahlerfolg der AfD in Ostdeutschland. Er fordert einen Aktionsplan gegen die „Machtergreifung“.
Von Johann Osel
