Verkehr:GDL-Streik: So ist die Lage in Bayern

Verkehr: Seit Mittwoch sehen viele Bahnkunden wieder solche oder ähnliche Hinweise auf Anzeigetafeln - wegen des Lokführerstreiks.

Seit Mittwoch sehen viele Bahnkunden wieder solche oder ähnliche Hinweise auf Anzeigetafeln - wegen des Lokführerstreiks.

(Foto: Wolfgang Maria Weber/Imago)

Auch am Freitag gilt der Notfahrplan mit einem stark ausgedünnten Angebot, im Fernverkehr fahren etwa 20 Prozent der Züge. Wie gewohnt dürfte der Zugverkehr wohl erst von Samstagmorgen an laufen.

Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL hat auch am Freitagmorgen für starke Beeinträchtigungen in Bayern gesorgt. Der Notfahrplan mit einem stark ausgedünnten Angebot gelte weiter, teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Freitagmorgen mit. Im Fernverkehr fahren demnach rund 20 Prozent der Züge. Auch im Nahverkehr gebe es ein deutlich verringertes Angebot. Die Bahn bat alle Reisenden, sich vorab über Zugverbindungen und Ausfälle zu informieren.

Auch nach dem Ende des Streiks am Freitagabend wird der Fern- und Regionalverkehr den Angaben zufolge zunächst nach dem Notfahrplan verkehren. In einzelnen Regionen könnten im Nah- und S-Bahnverkehr bereits unmittelbar nach Streikende wieder mehr Züge fahren, teilte die Sprecherin mit. Für Samstagmorgen bereite sich die Bahn auf einen reibungslosen Betriebsstart vor. "Wir wollen dann wieder zu unserem normalen Angebot zurückkehren", sagte die Sprecherin. Dennoch könne es zu einzelnen Abweichungen kommen.

Der Ausstand dauert bis Freitag, 18 Uhr. Nach einer Urabstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern kann die GDL immer wieder zu langen, bei Bedarf auch unbefristeten Streiks aufrufen. GDL-Chef Claus Weselsky hatte aber angekündigt, dass die Streiks jeweils maximal fünf Tage dauern sollen. Im Kern geht es in dem Tarifkonflikt um die Forderung der Gewerkschaft nach einer Verringerung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohn.

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Claus Weselsky ist der bekannteste, aber auch der berüchtigtste Gewerkschafter in Deutschland. Gerade legen seine Lokführer wieder mal das Land lahm. Zeit, ihn mal zwischen Gericht und Büro abzufangen und zu fragen: Ist das Größenwahn?

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