Siechenhäuser gab es in Bayern einst zuhauf. Das älteste der 220 im Freistaat dokumentierten Leprosorien, wie die Einrichtungen auch heißen, stammt von 1088 und stand wie die meisten in Franken, genau genommen am Peterplatz in Würzburg. Ihren Namen tragen die Häuser, weil sie Alte und Kranke, vornehmlich aber Lepra-Patienten beherbergten, die dort: siechten. Weil die Zahl der Lepra-Kranken vom 14. Jahrhundert an in Mitteleuropa sank, fanden die Siechenhäuser später oft eine andere Nutzung - oder verschwanden.
Medizingeschichte:Wie Lepra-Kranke im Mittelalter in Bayern lebten
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Einst gab es 220 sogenannte Siechenhäuser im Freistaat. Waren das gefängnisartige Orte der Ausgrenzung? Oder eher Hospize für privilegierte Patienten? Eine Spurensuche in Franken.
Von Max Weinhold, Bamberg, Nürnberg
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