Umwelt und NaturIm Garten zu Rechen und Besen greifen statt zum Laubbläser

Am besten Handarbeit: Mit dem Rechen lässt sich Laub leise und umweltverträglich beseitigen. Etwas davon liegen zu lassen, habe sogar Vorteile.
Am besten Handarbeit: Mit dem Rechen lässt sich Laub leise und umweltverträglich beseitigen. Etwas davon liegen zu lassen, habe sogar Vorteile. (Foto: Florian Schuh/dpa)

Der Naturschutzverband LBV rät Gartenbesitzern von den lauten Geräten ab. Sie würden die Lebensräume und Nahrungsgrundlagen für viele Tiere zerstören.

Zum Schutz von Tieren ruft der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) Gartenbesitzer zum Verzicht auf Laubbläser auf. „Laubbläser zerstören Lebensräume und Nahrungsgrundlagen für Vögel, Igel, Insekten und zahlreiche Kleintiere“, sagte die LBV-Biologin Angelika Nelson laut Mitteilung vom Mittwoch.

Der enorme Lärm von rund 100 Dezibel und der entstehende Staub schadeten auch der menschlichen Gesundheit. Gartenbesitzer sollten daher lieber zu Rechen und Besen greifen, um herabgefallenes Laub zu beseitigen.

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

„Dem Turboluftstrom von bis zu 300 km/h können Käfer, Spinnen, Tausendfüßer bis hin zu Amphibien und Kleinsäuger nicht entkommen“, sagte Nelson. Auch Laubsauger hätten Auswirkungen auf die Natur. Neben den welken Blättern gerieten auch überwinternde Kleintiere in den Sog und das Häckselwerk des Geräts.

Wer das Laub auf dem Boden hingegen verrotten lasse, biete vielen Tieren einen sicheren Platz zum Überwintern. Eine Laubschicht auf Beeten und unter Sträuchern schütze als natürlicher Wintermantel den Boden vor Austrocknung und die Wurzeln vor Frost.

Regenwürmer, Asseln, Springschwänze und Milben wandelten Laub und Pflanzenreste in nährstoffreichen Humus um. „Wenn ein paar Jahre lang alle Blätter eingesammelt werden, lassen sich kaum noch Schmetterlinge, Käfer, Meisen oder Igel beobachten“, sagte Nelson.

© SZ/EPD - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

ExklusivWassertrüdingen
:Pläne für Wiedereröffnung von Legehennen-Schlachtbetrieb sind gescheitert

Die Bemühungen, die wegen Hinweisen auf Tierquälerei geschlossene Firma durch eine neue Gesellschaft zu übernehmen und erneut zu betreiben, sind wegen finanzieller Schwierigkeiten ins Leere gelaufen.

SZ PlusVon Uwe Ritzer und Max Weinhold Hernandez

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: