Landespolitik:Das Amtstierarzt-Reförmchen

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Eine Reaktion auf immer wiederkehrende Tierschutzverstöße: "Eine eng verzahnte, leistungsfähige Lebensmittel- und Veterinärverwaltung ist unerlässlich für ein hohes Niveau beim Verbraucherschutz", sagt Umweltminister Thorsten Glauber. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Vor der Landtagswahl hat Ministerpräsident Söder dem Bauernverband versprochen, dass in Zukunft das Agrarministerium zuständig ist für die Tierschutzkontrollen auf den Höfen. Nun bleibt doch fast alles beim alten System.

Von Christian Sebald

Die Aufspaltung der Veterinärämter in Bayern und der Wechsel der Zuständigkeit für die Tierschutzkontrollen auf den Bauernhöfen in die Hoheit des Agrarministeriums sind abgesagt. Das hat jetzt die Staatsregierung entschieden. Damit ist die von Tierschützern und Amtstierärzten befürchtete Schwächung des Tierschutzes auf den Bauernhöfen in Bayern abgewendet. "Eine eng verzahnte, leistungsfähige Lebensmittel- und Veterinärverwaltung ist unerlässlich für ein hohes Niveau beim Verbraucherschutz", sagt Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). "Die Kolleginnen und Kollegen an den Veterinärämtern können ihre bewährte und kompetente Arbeit als Einheit fortführen."

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:Ein ungutes Wahlgeschenk

Im Grunde spricht alles gegen die geplante Überführung der tierärztlichen Stallkontrollen in die Verantwortung des Agrarministeriums. Sie schafft mehr Bürokratie, belastet die Landratsämter und schürt das Misstrauen der Verbraucher.

Kommentar von Christian Sebald

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