Es ist ein Begriff, über den man stolpert. Die Grünen treffen sich wie alle Landtagsfraktionen in der zweiten Septemberhälfte zur Klausur, als politische Standortbestimmung. Und die Vorsitzende Katharina Schulze gab dazu soeben dem Münchner Merkur ein Interview mit der These: „Service-Opposition“ zu sein, sei der erste Schritt, um bestimmte Punkte irgendwann selbst in Regierungsverantwortung umzusetzen. Was das genau bedeutet, Service-Opposition? Klingt jedenfalls nach Reifenwechsel und Bremsencheck. Oder auf die konkrete Materie bezogen nach: „Hier wäre ihr XXL-Döner, Herr Ministerpräsident, doppelt Knoblauchsoße wie immer, einen gesegneten Appetit!“
Aus der LandespolitikAbschied von der „Premium-Opposition“
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Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der bayerischen Grünen, spricht im Landtag bei einer Plenarsitzung. (Symbolbild)
Sven Hoppe/dpaDie Grünen in Bayern sehen sich neuerdings in der Rolle einer „Service-Opposition“, die der Regierung zur Not auch einmal aushelfen werde. Zugleich wird ein alter Begriff mit elitärem Touch beerdigt.
Kolumne von Johann Osel
