WürzburgDoch kein Diebstahl: „Denkort Deportationen“-Koffer wird repariert

Stilisierte Gepäckstücke stehen an einer Gedenkstätte für deportierte Juden vor dem Hauptbahnhof in Würzburg.
Stilisierte Gepäckstücke stehen an einer Gedenkstätte für deportierte Juden vor dem Hauptbahnhof in Würzburg. Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eine der Skulpturen am Würzburger Mahnmal war verschwunden, weshalb der Trägerverein Anzeige erstattete. Doch nun hat sich das Rätsel gelöst: Der Holzkoffer wurde ordnungsgemäß entfernt und ist in Reparatur.

Die von der Gedenkstätte „Denkort Deportationen“ vor dem Würzburger Hauptbahnhof verschwundene Koffer-Skulptur wurde offenbar doch nicht gestohlen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sei der Holzkoffer mit massivem Metallgriff nach dem endgültigen Ermittlungsstand ordnungsgemäß entfernt worden, um repariert zu werden. Am Dienstag hatte die Polizei noch mitgeteilt, dass der Koffer als Teil der Gedenkstätte zwischen dem 18. Mai und 21. Juni unerlaubt entfernt und die Gedenkstätte dadurch beschädigt wurde.

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Das seit 2019 bestehende und wachsende Mahnmal erinnert an die von den Nazis aus Unterfranken deportierten Jüdinnen und Juden.Nach Informationen des Evangelischen Pressedienstes wusste der Trägerverein der Gedenkstätte nichts von der geplanten Reparatur des Holzkoffers und erstattete deshalb Anzeige.

Das Besondere am „Denkort Deportationen“ ist: Vor dem Würzburger Hauptbahnhof stehen verschiedene Gepäckstück-Skulpturen, jede steht für Deportierte aus einer unterfränkischen Gemeinde. Je ein „Duplikat“ dieser Gepäckstücke steht in den Heimatgemeinden der Menschen im öffentlichen Raum.

Die jeweiligen Gemeinden finanzieren in der Regel die beiden Gepäckstücke und sind für deren Instandhaltung verantwortlich. So kam es offenbar zu dem Missverständnis über den fehlenden Koffer.

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