Kirche im Wandel:"Kein Aufschieben und Vertuschen mehr"

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Viola Kohlberger kritisiert viele Klerikale dafür, sich nur um ihren Machterhalt zu sorgen. (Foto: Jochen Mogk)

Viola Kohlberger setzt sich energisch für eine radikale Erneuerung der katholischen Kirche ein. Ein Gespräch über machtversessene Männer, massive Einschüchterungsversuche und die Liebe.

Interview von Patrick Wehner

Sollte die katholische Kirche in Deutschland doch noch irgendwann das Ruder rumreißen, dann wäre es wohl Menschen wie Viola Kohlberger aus dem Bistum Augsburg zu verdanken. Die 31-Jährige stand während des Synodalen Wegs für die junge Generation von Katholikinnen und Katholiken. Kohlberger, die gerade in katholischer Theologie promoviert, setzte sich in dem Reformprozess für eine Erneuerung der Kirche ein. Es kam zu Einschüchterungen durch einen Bischof und zur Hetze radikaler Gruppen gegen sie. Nach dem vorläufigen Ende des Synodalen Wegs vor einer Woche ist sie von den Ergebnissen enttäuscht - und will dennoch weiter kämpfen.

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