Bayern und die Kirche:Aufs Kreuz gelegt

Lesezeit: 1 min

Ministerpräsident Markus Söder beim Festakt zu 100 Jahre Konkordat. Die Bischöfe trafen dort offenbar auf einen Gleichgesinnten. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Die Bayern lassen sich nicht so einfach abzocken. Außer von der Kirche. Aber das auch irgendwie ganz gerne. Da scheint nicht mal Markus Söder was dagegen zu haben.

Glosse von Katja Auer

Die Bayern lassen sich nicht so einfach aufs Kreuz legen, darum kümmern sich schon ihre Anführer. Der Finanzminister, der nicht immer mehr Milliarden in den Länderfinanzausgleich schütten will, sondern Klage eingereicht hat, um die offensichtliche finanzielle Inkompetenz anderswo nicht länger mit bayerischem Geld zu unterstützen. Der Wirtschaftsminister, der „jedem anständigen Mann und jeder anständigen Frau“ ein Messer an die Hand geben möchte, um Bayern sicherer zu machen, und sofort wittert, wenn jemand – die da oben meistens oder unbestimmte fremde Mächte oder ganz konkret die Ampel-Regierung – Stammtische ausschalten, Bauern benachteiligen oder Fleischesser diskriminieren möchte.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusReligion
:Wie der Staat den Kirchen sein Geld entziehen kann

Rund 600 Millionen Euro zahlt Deutschland der katholischen und evangelischen Kirche Jahr für Jahr. Die Ampelkoalition will das beenden, aber dann würden teure Ablösen fällig. Oder doch nicht? Juristisch gibt es Spielraum.

Von Wolfgang Janisch und Annette Zoch

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: