30 Verhandlungstage, 120 Zeugen und eine Akte mit etwa 10 000 Seiten. „Unfassbar kleinteilig und aufwendig“ seien die Ermittlungen zum Golddiebstahl von Manching gewesen, sagt Staatsanwältin Sophie Sutor. Und sie muss das alles nun sortieren in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Ingolstadt. Nicht ganz einfach. Sutor hat kein Geständnis, kein Video, das die mutmaßliche Bande zeigen würde bei ihrem hollywoodreifen Einbruch im Keltenmuseum bei Ingolstadt. Fast 500 Goldmünzen aus der Keltenzeit gestohlen in nur neun Minuten. Alles, was Sutor hat, ist ein Mosaik.
Plädoyers im Keltenschatz-ProzessStaatsanwaltschaft fordert zwölf Jahre Haft für Golddiebstahl von Manching
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Die Staatsanwaltschaft hat zwar weder Geständnis noch Videoaufnahmen von den Dieben des Goldschatzes, dafür eine sehr lange Indizienkette. Sie führt von Mietwagen über hellblaue Brecheisen bis zu einem verdächtigen Autokauf.
Von Lisa Schnell, Ingolstadt
