Katastrophenschutz:Die riskante Stille auf den Dächern

Katastrophenschutz: Eine Sirene auf einer Feuerwache: Bayern will die Zahl der Geräte aufstocken, um die Bevölkerung im Katastrophenfall besser warnen zu können.

Eine Sirene auf einer Feuerwache: Bayern will die Zahl der Geräte aufstocken, um die Bevölkerung im Katastrophenfall besser warnen zu können.

(Foto: Rolf Vennenbernd/picture alliance/dpa)

Die Zahl der funktionsfähigen Warnsirenen in Bayern ist geringer als gedacht. Die Aufstockung geht nur schleppend voran. Woran das liegt.

Von Johann Osel

In Bayerns Städten und Gemeinden gibt es 9643 funktionsfähige Sirenen zur Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall. Mittelfristig sieht das Innenministerium einen Bedarf von gut 8500 neuen Sirenen und langfristig noch deutlich mehr, um alle bebauten Gebiete im Freistaat abdecken zu können. Das hatte auch das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2021 in einem Beschluss anvisiert, damals war sogar von einer nötigen Gesamtzahl von bis zu 26 000 Stück die Rede. Eine Warnung der Bevölkerung über solche Tonsignale ist in der jetzigen Situation "flächendeckend nicht möglich". Das schreibt das Innenministerium auf eine schriftliche Anfrage von Johannes Becher (Grüne) sowie auf ergänzende Fragen der SZ. Die dieser Tage veröffentlichte Antwort an den Abgeordneten beruht auf einer Abfrage in den Kommunen.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusLandespolitik
:Die CSU und die Kunst, brisante Themen rechtzeitig abzuräumen

Radentscheid, Bienen-Volksbegehren, Trinkwasser-Privatisierung: Immer wieder erkennt die Regierungspartei nicht rechtzeitig, was die Menschen bewegt. Doch bevor jemand anders punkten kann, greift der Ministerpräsident ein. Über eine ganz spezielle Politik-Strategie.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: