Arbeitsmarkt in BayernJuli-Arbeitslosigkeit so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht

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Wer derzeit einen Job hat, kann zufrieden sein, denn der Juli war auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht.
Wer derzeit einen Job hat, kann zufrieden sein, denn der Juli war auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht.
Foto: Armin Weigel/dpa

Die schwache Konjunktur hat den Arbeitsmarkt weiter fest im Griff. Langzeitarbeitslose und Ältere haben zurzeit wenig Chancen. Dennoch sehen Fachleute auch Lichtblicke.

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So viele Menschen sind in Bayern in einem Juli seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr ohne Job gewesen: Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Juni um 5098 auf 318 025, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich demnach um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent.

„Auch wenn die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat geringer anstieg als in den letzten Jahren, so markieren rund 320 000 Arbeitslose in Bayern eine Höchstmarke für einen Juli“, erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Schmitz. Den Fachleuten zufolge hatte die Arbeitslosigkeit 2007 das letzte Mal in einem Juli höher gelegen.

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Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit in dem Monat ist üblich, weil vor der Sommerpause weniger neue Beschäftigte eingestellt werden und Ausbildungsverträge enden. Doch der Vorjahresvergleich zeigt den negativen Trend: Vor einem Jahr waren es gut 6000 Arbeitslose weniger, die Arbeitslosenquote lag bei 4,0 Prozent. Stichtag für die aktuelle Statistik war der 13. Juli.

Die Arbeitslosigkeit nimmt im Zuge der schwachen Konjunktur laut der Regionaldirektion aktuell überdurchschnittlich bei den Jüngeren, den über 55-Jährigen, den Langzeitarbeitslosen und den Schwerbehinderten zu. Schmitz sieht dennoch Lichtblicke: „Die negative Entwicklung der letzten Monate hat dabei jedoch an Fahrt verloren, Stabilisierungstendenzen sind erkennbar.“

In einigen Branchen wie dem verarbeitenden Gewerbe und dem Baugewerbe melden ihm zufolge Unternehmen wieder mehr offene Stellen als im Vorjahr. Insgesamt ging die Zahl der offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr aber um fast 5400 auf knapp 105 000 zurück.

Bedenklich sei der Rückgang bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der mit Ausnahme von 2020 zu dieser Zeit noch nie solche Ausmaße angenommen habe, betonte Schmitz. „Die demografische Entwicklung und die konjunkturelle Krise spiegeln sich hier deutlich wider.“

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