NS-Geschichte:Der Friedhof der Täter

Lesezeit: 6 min

NS-Geschichte: Auf den ersten Blick unscheinbar: der Soldatenfriedhof in Hofkirchen.

Auf den ersten Blick unscheinbar: der Soldatenfriedhof in Hofkirchen.

(Foto: imago images/waupee)

Seit 1959 gedenken Landräte, Bundeswehr und Bürger auf dem Soldatenfriedhof im niederbayerischen Hofkirchen der Opfer des Zweiten Weltkriegs. Recherchen der SZ zeigen, dass dort aber auch Hunderte, zum Teil hochrangige SS-Männer begraben liegen. Wie kann das sein?

Von Patrick Wehner

Raimund Kneidinger tritt ans Rednerpult. Hinter dem Passauer CSU-Landrat stehen dunkel gekleidete Bürgermeister aus der Gegend, ein Alt-Landrat, viele Bundeswehrvertreter, Pfarrer. Es ist ein Sonntag Mitte November. Volkstrauertag. Deutschlandweit wird der Opfer von Krieg und Terror gedacht. So auch in Hofkirchen. Wie jedes Jahr seit 1959 soll hier auf dem Soldatenfriedhof speziell auch an die Toten des Ersten und Zweiten Weltkriegs erinnert werden. Es ist ein eingespieltes Ritual mit Trommelschlägen, Deutschlandlied und Bayernhymne, vorgetragen von der örtlichen Kapelle. Vielleicht zu eingespielt.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
We start living together; zusammenziehen
Liebe und Partnerschaft
»Die beste Paartherapie ist das Zusammenleben«
Digitalisierung
KI, unser Untergang?
Datenschutz
Staatliche Kontrolle durch die Hintertür
Geschwisterbeziehungen
Geliebter Feind
Altersunterschiede in der Liebesliteratur
Die freieste Liebe
Zur SZ-Startseite