Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder nehmen die Gewerkschaften die bayerischen Hochschulen in den Blick. Für Mittwoch rufen sowohl Verdi als auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Beschäftigten an den Hochschulen, in Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen zu Warnstreiks auf. Auch andere Aktionen sollten zeigen: „Bildung und Wissenschaft sind kein Kostenfaktor, sondern Zukunftsinvestitionen“, wie Verdi in München mitteilte.
„Forschung, Lehre und Studium entstehen nicht im luftleeren Raum: Sie brauchen eine verlässliche Grundfinanzierung, ausreichend Personal und gute Tarifbedingungen – statt Dauerüberlastung, Befristung und schleichende Auszehrung“, betonte der Verdi-Landesfachbereichsleiter für Bildung und Wissenschaft, Robert Hinke.

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Verdi kündigte an, dass Beschäftigte aus Verwaltung, Lehre, Bibliotheken, Technik, Laboren, Gebäudemanagement, Mensen und Servicebereichen in Bayern öffentlich für ihre Interessen eintreten würden. Die GEW betonte, dass nicht nur Beschäftigte und studentische Hilfskräfte, sondern auch etwa angestellte Lehrkräfte zur vorübergehenden Niederlegung der Arbeit aufgerufen seien.
Der „Campus-Streiktag“ umfasst darüber hinaus Kundgebungen, Infostände und Aktionen an mehreren Standorten in Bayern. Darunter sind unter anderem München, Nürnberg/Erlangen, Regensburg, Augsburg, Bamberg, Würzburg, Bayreuth und Passau.
Die Gewerkschaften fordern in dem Tarifkonflikt unter anderem Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, mindestens aber monatlich 300 Euro mehr. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro im Monat mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Bislang waren die Verhandlungen ohne Annäherung geendet. Mitte Februar wollen beide Seiten in Potsdam abschließend aufeinandertreffen.

