Mithilfe einer neuen App können ehrenamtliche Helfer in der Bodendenkmalpflege ihre Funde künftig digital erfassen und melden. Das teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München mit. Denn oft seien es Ehrenamtliche, die bei Erkundungsgängen erste Hinweise auf bedeutsame, aber noch im Boden verborgene Orte lieferten. Die Anwendung trägt den Namen Archaeo-Survey-Tracker, kurz ASTRAcker. Bayern ist laut Angaben das erste Bundesland mit einer solchen digitalen Lösung.
Mit der App könnten alle, die sich für Landesarchäologie interessieren, die relevanten Informationen noch vor Ort festhalten. Dazu zählten zum Beispiel die Beschreibung der Funde und des Fundorts. Beim Speichern würden die GPS-Daten des Fundorts erfasst. Am Computer könne man die gesammelten Daten in der Web-Anwendung der App verwalten, auswerten und das Landesamt informieren, was gesetzlich vorgeschrieben ist. Das mühsame Zusammenstellen von Daten und das Einscannen analoger Formulare seien damit vorbei.
Entwickelt wurde die App laut Angaben vom Landesamt für Denkmalpflege in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg und unterstützt von der Gesellschaft für Archäologie in Bayern. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) sagte, die App erleichtere die Arbeit und sei ein Gewinn für die Aktiven wie für die Forschung: „So geht Archäologie am Puls der Zeit.“


