Schulstart in BayernWeil Teilzeitkräfte aufstocken: Gymnasien stemmen Lehrermangel

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An diesem Platz im Klassenzimmer scheint alles Nötige bereitzuliegen für den Start ins neue Schuljahr.
An diesem Platz im Klassenzimmer scheint alles Nötige bereitzuliegen für den Start ins neue Schuljahr.
Sven Hoppe/dpa

Die Sommerferien sind vorbei, am Dienstag geht es wieder los in Bayerns Schulen. Lehrer warnen seit Jahren vor Personalmangel – an den Gymnasien gibt es aber einen Lichtblick.

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Im Kampf gegen den teils eklatanten Lehrermangel an bayerischen Schulen melden die Gymnasien einen Erfolg. „Teilzeitlehrkräfte waren dazu aufgerufen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten im neuen Schuljahr mehr Stunden zu unterrichten. Und diesem Appell zur Teilzeitaufstockung sind offensichtlich viele gefolgt“, teilte die stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (BPV), Dagmar Bär, in München mit.

Der Verband vertritt die Lehrkräfte an Gymnasien und beruflichen Oberschulen. Das Kultusministerium hatte den Schulen vor Ort zu Jahresbeginn mehr Eigenverantwortung und Handlungsmöglichkeiten zugesagt. Teilzeitlehrkräfte könnten demnach Stunden aufstocken, Aushilfslehrer sollten dauerhaft übernommen und zusätzliche Quereinsteiger angeworben werden.

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„An den Gymnasien in Bayern gibt es von diesem Schuljahr an wieder eine 13. Jahrgangsstufe und somit eine Klassenstufe mehr“, erklärte der Verband. „Lehrkräftemangel trifft also auf einen sprunghaften Anstieg der Schülerzahlen.“ Dadurch habe es an einem durchschnittlichen Gymnasium die Herausforderung gegeben, den Bedarf von drei bis vier Vollzeitlehrkräften aufzufangen. „Dennoch scheint es entgegen allen Befürchtungen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelungen zu sein, die Unterrichtsversorgung zu Schuljahresbeginn auf solide Füße zu stellen.“ Lehrerverbände beklagen seit Jahren Personalmangel.

An diesem Dienstag startet für 1,76 Millionen Schülerinnen und Schüler in Bayern der Unterricht im neuen Schuljahr. 132 000 von ihnen sind Erstklässler. Damit steigt die Schülergesamtzahl nach Angaben des Kultusministeriums im Vergleich zum Vorjahr um rund 46 000. Es gibt mehr als 6000 Schulen im Freistaat.

Für das Jahr 2026 gilt in Bayern ein beschlossenes generelles Stellenmoratorium. Das bedeutet, dass für das Haushaltsjahr 2026 und damit zum Schuljahr 2026/2027 keine zusätzlichen staatlichen Stellen geschaffen werden können. In den vergangenen Jahren hatte die Regierung in vielen Bereichen, etwa bei Lehrern und der Polizei, massiv Stellen ausgebaut. Das beabsichtigte Stellenmoratorium ist nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Lehrerverbände unter den aktuell schwierigen Bedingungen der Unterrichtsversorgung absolut kontraproduktiv.

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