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Immobilien:Erst 14 Prozent der Grundsteuer-Daten abgegeben

Das Finanzministerium rechnet aber mit einem Anstieg der Abgaben bis zum Ende der Frist im Oktober.

Gut zwei Monate vor Fristende sind in Bayern erst rund 14 Prozent der abzugebenden Grundsteuererklärungen bei den Finanzbehörden eingegangen. Rund 6,5 Millionen Erklärungen müssen abgegeben werden, so viele sogenannte wirtschaftliche Einheiten gebe es, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums der Main-Post. Bis Anfang dieser Woche seien aber nur rund 908 000 Grundsteuererklärungen eingegangen.

Dennoch zeigte sich der Sprecher optimistisch: "Es ist damit zu rechnen, dass gegen Ende der Abgabefrist, Ende Oktober, die Zahl der abgegebenen Erklärungen stark ansteigt." Der Bund der Steuerzahler hatte zuletzt eine Verlängerung der Frist für die Grundsteuererklärung bis ins nächste Jahr hinein gefordert, auch Bundesfinanzminister Christian Lindner hatte bereits entsprechende Andeutungen gemacht.

Hintergrund ist, dass von 2025 an eine neue Grundsteuer-Berechnung gelten soll. Dafür müssen bundesweit fast 36 Millionen Grundstücke in Deutschland neu bewertet werden. Das geschieht auf Grundlage von Angaben, die Eigentümer einreichen müssen. Dafür wurde eine Frist vom 1. Juli bis zum 31. Oktober festgelegt.

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