Volksfeste in Bayern:Die Sorge vor dem nächsten Rassismus-Eklat

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Die Hände zum Himmel: Im Bierzelt geht es traditionell deftiger zu, doch wo Menschenfeindlichkeit anfängt, wollen Volksfest-Macher klare Grenzen setzen. (Foto: imago/imagebroker/siepmann)

Weil der Party-Hit „L’amour toujours“ immer wieder für rechte Parolen missbraucht wird, schmeißt ein Volksfest nach dem anderen das Lied aus dem Programm. Doch Schmähgesänge sind so verbreitet, dass selbst die Bierzeltmusiker manches „unerträglich“ finden.

Von Thomas Balbierer

Daniel Wizinger läuft über die Nördlinger Kaiserwiese, als man ihn am Handy erreicht. Dort wird am Samstag das größte Volksfest Nordschwabens eröffnet, die Nördlinger Mess’. „Für unsere Region ist die Mess’-Zeit die wichtigste Jahreszeit“, sagt Wizinger, der als städtischer Tourismusbeauftragter quasi Volksfest-Chef ist. „Wir sind stolz auf eine über 800-jährige Tradition.“ Im Hintergrund wird geschraubt und gehämmert – die letzten Handgriffe, bevor das Fest mit mehr als 100 000 Gästen startet. Doch neben den üblichen Vorbereitungen von Aufbau bis Programm musste Wizinger in diesem Jahr plötzlich noch eine Sache regeln, ganz kurzfristig.

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