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Öffentlicher Dienst:Besserer Schutz vor Gewalt

Die Staatsregierung will künftig Beschäftigte im öffentlichen Dienst besser vor psychischer und physischer Gewalt schützen. "Gewalt ist nie eine Lösung, egal gegen wen. Wir wollen das Thema Gewalt nicht verschweigen", sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) am Mittwoch. Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und auch fast alle anderen Bereiche des öffentlichen Dienstes seien zunehmend von gewalttätigen Übergriffen betroffen. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Bayerischen Beamtenbundes (BBB), Rainer Nachtigall, unterschrieb Füracker eine Grundsatzerklärung für ein gemeinsam erarbeitetes Gewaltschutzprogramm. Zu den Neuerungen sollen unter anderem Schulungsmodule für Vorgesetzte, Mitarbeiter und für "kollegiale Soforthelfer" gehören, an die sich Betroffene wenden könnten. Betroffene sollen außerdem ihre Ansprüche gegen Gewalttäter gerichtlich leichter durchsetzen können. So soll der Freistaat auf Wunsch Schmerzensgeldklagen übernehmen.

© SZ vom 26.11.2020 / dpa/van
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