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Freizeit in Bayern:Neue Trend-Sportarten im Wasser

Wildswimming

Es gibt viel zu entdecken an Bayerns Flüssen und Seen. Beim "Islandeering" oder auch "Wildswimming" erlebt man die Gewässer auf ganz besondere Weise. Hier zum Beispiel beim Flussbaden im Ammertal...

(Foto: Hansjörg Ransmayr)

"Islandeering" nennt sich das Pendeln von Insel zu Insel, beim "Wildswimming" badet man in Gumpen oder Wasserfällen, und auch mit Packraft-Booten lassen sich Bayerns Gewässer ganz neu erleben. Ein Überblick über neue Trends.

Von Cora Wucherer

Kann es Zufall sein, dass das Wort "Sehnsucht" so sehr nach "Seensucht" klingt? Wenn man die tiefblauen bis türkisgrünen Wellen der bayerischen Seen so betrachtet, dann wohl kaum. Auch wenn die sommerlichen Temperaturen langsam etwas moderater werden, laden Bayerns Gewässer auch jetzt noch zu vergnüglichen Aktivitäten abseits des Planschens ein. Denn in Bayern ist man nicht nur mit einer Vielzahl an Seen gesegnet - allein im Süden des Freistaats gibt es mehr als 300 -, sondern auch auch mit einer unglaublichen Inselvielfalt, die es zu entdecken gilt.

"Islandeering" nennt sich ein neuer Trend, der das Erkunden von Inseln auf unterschiedlichste Art bezeichnet: Man kann sie schwimmend, rudernd, paddelnd, mit dem Kanu, auf dem Sup-Board oder zu Fuß über Brücken erobern. Tolle Ziele bietet da beispielsweise der Eibsee - einer der inselreichsten Seen Bayerns mit Blick auf das Alpenpanorama und die Zugspitze.

Im Chiemgau liegt die Halbinsel Höglwörth. Sie lässt sich bei einem Rundweg erforschen, den man dann im Kloster bei Speis und Trank ausklingen lassen kann. Die Klosterinsel Seeon erreicht man zu Fuß über einen langen Holzsteg, und in der Donau wartet unter anderem die sagenumwobene Insel Jochenstein auf Besucher.

Ein weiterer neuer Trend ist das "Wild-swimming". So bezeichnet man das Schwimmen und Baden in unerschlossenen Seen, Wasserfällen und Flüssen, wie zum Beispiel am Ammerdurchbruch im bayrischen Alpenvorland. Ein wenig Mut braucht es schon, wenn man vom Felsen in die brausenden Wellen der Ammer an der Scheibum springt. Dafür ist das Erlebnis umso beglückender. Und wer mutig genug für das "wilde Schwimmen" ist, den schrecken auch kühle Wassertemperaturen nicht ab. Auch bei den Tatzelwurmwasserfällen und den zahlreichen kleinen Gumpen in Oberaudorf gilt es, seinen Wagemut oder zumindest die Kältetoleranz auf die Probe zu stellen.

Ganze Landesgrenzen überwinden Schwimmer in der Salzachschleife in Laufen. Wer dort ins Wasser hüpft, kann auf der anderen Flussseite in Oberndorf in Österreich wieder an Land gehen. Aufpassen sollte man auf die Strömungen und den Wasserstand, bevor man den Fluss durchquert. Noch mehr Inspiration und Ziele rund um die beiden Wassertrends gibt es in den Büchern "Islandeering" und "Wildswimming Alpen" von Hansjörg Ransmayr. Wer sich nach einem arbeitsreichen Sommer also reif für die Insel fühlt, weiß nun, wohin er für kleine Abenteuer entfliehen kann.

Islandeering Deutschland; Wildswimming Alpen - die schönsten Bergseen, Bäche und Wasserfälle, beide von Hansjörg Ransmayr (Haffmanns Tolkemit Verlag), 22,95 Euro

© SZ vom 10.09.2020/lfr
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