Urteil:Richterin spricht von einer "Kumulation von Fehlleistungen"

Urteil: Manfred Genditzki (Mitte) steht vor der Urteilsverkündung im Wiederaufnahmeverfahren um den sogenannten Badewannen-Mordfall im Gerichtssaal zwischen seinen Anwälten Klaus Wittmann und Regina Rick.

Manfred Genditzki (Mitte) steht vor der Urteilsverkündung im Wiederaufnahmeverfahren um den sogenannten Badewannen-Mordfall im Gerichtssaal zwischen seinen Anwälten Klaus Wittmann und Regina Rick.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Das Gericht kritisiert die Ermittler und die Staatsanwaltschaft im Fall des sogenannten Badewannen-Mordes scharf. Manfred Genditzki musste dafür 13 Jahre unschuldig im Gefängnis sitzen. Der Tod der alten Frau war ein Unfall.

Von Hans Holzhaider

Beifall, Blumen, Glückwünsche, Umarmungen - und Tränen. Soeben ist Manfred Genditzki, 63 Jahre alt, vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Nicht etwa, weil die Beweise für seine Schuld nicht ausgereicht hätten, sondern, sagt die Vorsitzende Richterin Elisabeth Ehrl, "wegen erwiesener Unschuld".

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