Es geht ums Geld und um finstere Mächte, die es nicht gut meinen mit Bayern. So liest sich ein Interview, das Ministerpräsident Heinrich Held von der Bayerischen Volkspartei (BVP) im Februar 1929 gab: „Die Berliner versuchen jetzt, durch Finanzdruck das zu erreichen, was sie nicht durch Gewalt erreichen können.“ Der Freistaat werde beim Geld kurzgehalten, „um zu zeigen, dass wir keine Lebensberechtigung haben“. Schon Jahre zuvor meldete ein bayerischer Gesandter in Berlin: Beim Reichsfinanzausgleich, also den finanziellen Strömen zu Zeiten der Weimarer Republik, versuchten die Preußen, den Bayern „das Lebenslicht auszublasen“.
Geschichte des FinanzministeriumsWenn die Preußen den Bayern „das Lebenslicht ausblasen“
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Weimarer Zeit, NS-Diktatur, Bundesrepublik: Das Pflichtbewusstsein bayerischer Finanzbeamter übersteht jedes System. Das zeigt eine neue Studie.
Von Johann Osel
