Strafprozesse:In Fesseln vor den Richter

Strafprozesse: Eine Angeklagte sitzt mit Fußfesseln im Gerichtssaal des Landgerichts Weiden.

Eine Angeklagte sitzt mit Fußfesseln im Gerichtssaal des Landgerichts Weiden.

(Foto: Armin Weigel/dpa)

Seit den beiden Fluchten aus Gerichtsgebäuden Anfang des Jahres geht die Justiz in Bayern auf Nummer sicher - auch wenn den Angeklagten keine Gewaltdelikte vorgeworfen werden.

Von Lina Krauß und Max Weinhold

Seit Montag steht der CSU-Bürgermeister von Seeg, Markus Berktold, als Angeklagter vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Ihm wird Betrug in Millionenhöhe vorgeworfen. Berktold sitzt deswegen seit zehn Monaten in U-Haft. Als er am ersten Verhandlungstag den Sitzungssaal betrat, fiel ein Detail auf: Er trug Fußfesseln - eine drastische Methode, um die Flucht eines Angeklagten zu verhindern. Dabei muss sich Berktold nicht wegen eines Gewaltverbrechens vor Gericht verantworten.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusTandler-Prozess
:Jeder kämpft für sich allein

Im Steuerprozess gegen Andrea Tandler und ihren Partner hat das Ringen um jeden Monat weniger Haft begonnen. Über streitende Anwälte, Schikanen im Krankenhaus und die Rolle einer noblen Steuerkanzlei.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: