Energiepolitik:Aiwanger und die P540

Energiepolitik: Energieminister Hubert Aiwanger hat derzeit keine glückliche Hand: Schon nach der verloren gegangenen Abstimmung über einen großen Windpark im Landkreis Altötting hagelte es Kritik an ihm. Jetzt werden Vorwürfe wegen einer neuen Höchstspannungsleitung von Thüringen nach Bayern laut.

Energieminister Hubert Aiwanger hat derzeit keine glückliche Hand: Schon nach der verloren gegangenen Abstimmung über einen großen Windpark im Landkreis Altötting hagelte es Kritik an ihm. Jetzt werden Vorwürfe wegen einer neuen Höchstspannungsleitung von Thüringen nach Bayern laut.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Lange Zeit hat der bayerische Wirtschaftsminister die Proteste gegen eine neue Höchstspannungsleitung von Thüringen nach Bayern angeführt. Nun akzeptiert er sie doch. Warum der thüringische Ministerpräsident Ramelow von "Dreistigkeit sondergleichen" spricht und es auch in Unterfranken Kritik gibt.

Kolumne von Christian Sebald

Diese Retourkutsche ist hart, sie war aber vorhersehbar. "Dass die bayerische Regierung zulasten von Thüringen eine weitere Stromleitung plant und dabei einfach über einen Korridor auf unserem Territorium verfügt, ist eine Dreistigkeit sondergleichen", schimpft der Thüringer Ministerpräsident und Linken-Politiker Bodo Ramelow. Das Projekt mache "fassungslos, weil es für genehmigte, auch landschaftsverträglichere und kostengünstigere Systeme jahrelang von Bayern aus Widerstände gab". Außerdem habe die Staatsregierung vorab nicht einmal das Gespräch mit Thüringen gesucht. "Gute Nachbarschaft sieht anders aus", sagt Ramelow.

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