Energiepolitik:ÖDP kündigt Volksbegehren gegen neue Atomkraftwerke an

Energiepolitik: Die ÖDP ist Söders Forderung nach einem Wiedereinstieg in die Atomkraft leid. Sie kündigt jetzt schon mal ein Volksbegehren an, sollte der CSU-Chef sie wirklich umsetzen wollen: also nicht nur abgeschaltete Anlagen wie hier Isar 2 wieder ans Netz gehen zu lassen, sondern außerdem neue zu bauen.

Die ÖDP ist Söders Forderung nach einem Wiedereinstieg in die Atomkraft leid. Sie kündigt jetzt schon mal ein Volksbegehren an, sollte der CSU-Chef sie wirklich umsetzen wollen: also nicht nur abgeschaltete Anlagen wie hier Isar 2 wieder ans Netz gehen zu lassen, sondern außerdem neue zu bauen.

(Foto: Armin Weigel/dpa)

"Wenn Söder ernsthaft eine neue Anlage bauen will, muss er als Erstes einen Standort reservieren", sagt Parteichefin Becker. "Dagegen werden wir mit allen Mitteln mobilmachen, darauf kann er sich verlassen."

Von Christian Sebald

Deutschlands Wiedereinstieg in die Atomkraft zählt ja zu den Lieblingsforderungen von Markus Söder, wenn er Front gegen die Ampelregierung in Berlin macht. Dabei geht es dem Ministerpräsidenten und CSU-Chef längst nicht mehr nur um die Reaktivierung abgeschalteter Anlagen wie Isar 2. Sondern um den Bau neuer Reaktoren. "Unser Ziel muss sein, tatsächlich neue Kernkraftwerke - kleinere mit einer ganz anderen Energieleistung, mit einer ganz anderen Absorption von möglichem Müll - anzunehmen", sagte Söder unlängst mal wieder nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Die Reaktivierung der abgeschalteten deutschen Reaktoren sei nicht ausreichend. "Wir werden, sollten wir die Verantwortung ab 2025 tragen, einen völlig anderen Weg gehen und nicht nur ein paar alte Kernkraftwerke reaktivieren", sagte Söder mit Blick auf eine etwaige Regierungsbeteiligung der Union nach der nächsten Bundestagswahl.

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