Für Hunde beginnt nun endlich der Sommer. Die Hitze der vergangenen Wochen haben sie natürlich mitbekommen, sie leiden und hecheln. Sie wissen deshalb schon, welche Jahreszeit herrscht. Mehr als ein beherzter Sprung in den See war zur Abkühlung aber bislang kaum drin. An den Eisdielen gab es nämlich ein Problem: Sahne, Zucker und Milch sind eher ungesund für Hunde, weshalb es keine gute Idee ist, seinen Dackel an der Vanillekugel schlecken zu lassen.
Zwar gibt es inzwischen immer mehr Eisdielen, die auch Eis für Hunde anbieten, mit tauglichen Zutaten, versteht sich - in Deggendorf oder im Allgäu zum Beispiel. Die Portion Leberwursteis allerdings war bis jetzt auch nicht direkt ungefährlich: Da fliegen die Wespen drauf, und die wollen höchstens die unbelehrbaren unter den Hunden im Maul haben, die ständig nach Insekten schnappen - bis sie mal tatsächlich eine erwischen. Gut, dass der Landesbund für Vogelschutz nun Entwarnung gegeben hat: Wespen haben die Aufzucht ihrer Jungen geschafft, von nun an ziehen sie Süßes dem Herzhaften vor. Leberwursteis steht da nicht mehr auf dem Speiseplan.

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Für Hunde beginnt also nun die schönste Zeit des Jahres. Für Zweibeiner aber, schon klar, sind das schlechte Nachrichten. Die Menschen dürfen zwar nun auf der Terrasse in Ruhe ihr Schnitzel essen, das Schokoeis danach aber wird geteilt. Erst mit einer Wespe, und dann auch mit all ihren Freunden. Mehr herzhafte Eissorten braucht der Mensch also, die Grundidee ist ja interessant: keine Sahne und kein Zucker im Eis, das klingt nicht nur hundetauglich, sondern auch gesund für den Menschen. Verlängerung des ungestörten Sommergefühls inklusive.
Es lohnt sich deshalb, internationale Speisekarten zu studieren, vor allem japanische: Eis aus rohem Pferdefleisch ist dort zum Beispiel erhältlich, das sollte auch im Freien vorbehaltlos zu genießen sein. Könnte halt sein, dass darüber sozialer Kontakt zur eigenen Spezies abbricht, wie bei der Sorte mit Tintenfischtinte. Krokodileier-Eis von den Philippinen und Cheeseburger-Eis aus New York erfüllten ebenfalls ihren Zweck. Ähnlich wie Eis aus Alaska, das dort unter anderem aus dem Fett von Rentieren und Walen hergestellt werden soll. Wer ganz mutig ist, kann sich auch an hiesigem Weißwursteis versuchen - davon allerdings raten sogar Tierärzte ab.

