Den ganzen Januar abstinentAlkoholfrei leben – es macht auch noch schön

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Der Januar ist für die Teilnehmer des „Dry January“ alkoholfrei.
Der Januar ist für die Teilnehmer des „Dry January“ alkoholfrei. Franziska Gabbert/dpa

Wer auf Alkohol verzichtet, lebt nicht nur gesünder, sondern sieht auch besser aus. Gute Gründe, um auf der Zielgeraden noch beim „Dry January“ einzusteigen.

Von Alexander Kappen

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Im vergangenen Juli, mancher erinnert sich vielleicht noch, meinte es das Wetter nicht allzu gut mit den Leuten im Freistaat. Wie in weiten Teilen der restlichen Republik – da hatten die Ausnahme-Bayern ausnahmsweise mal keine Ausnahmestellung – war es auch hier wenig sommerlich und vor allem: zu nass. Auf die Idee, von einem „Wet July“ zu reden, kam trotzdem niemand.

Dafür ist seit Anfang des Monats der „Dry January“ in aller Munde und wird auf allen Kanälen rauf und runter gespielt – was allerdings nichts mit dem Wetter zu tun hat. Gemeint ist damit eine vor mehreren Jahren ins Leben gerufene Gesundheitskampagne, deren aktuelle Auflage sich nun auf der Zielgeraden befindet. Bei der Aktion geht es darum, nach all den rauschenden Glühweinabenden im Dezember samt feuchtfröhlicher Silvesternacht einen Monat lang auf dem Trockenen zu sitzen und komplett auf alkoholische Getränke zu verzichten.

Schaden kann das sicherlich auch den Menschen im Freistaat nicht, angesichts des 2023 veröffentlichten Bundesländerberichts zum Epidemiologischen Suchtsurvey 2021 (ESA). Diesem zufolge sind in Bayern 24,6 Prozent der alkoholtrinkenden Frauen und 23,2 Prozent der alkoholtrinkenden Männer von riskantem Alkoholkonsum betroffen. Die Grenze liegt für Männer bei einer täglichen Menge von mehr als 24 Gramm Reinalkohol oder umgerechnet etwa 0,5 bis 0,6 Liter Bier beziehungsweise 0,25 bis 0,3 Liter Wein. Der Grenzwert für Frauen beträgt die Hälfte.

Absolut risikolos ist die Sache freilich nur, wenn man vollständig auf Alkohol verzichtet. Täglich einen Viertelliter trockenen Rotweins zu trinken, geht also nicht als „Dry January“ durch, sondern nur als „Dry and Error“.

Komplett ohne Alkohol zu leben, ist dagegen laut Experten nicht nur gesund und fördert einen erholsamen Schlaf. On top gibt es auch noch die Aussicht auf: Schönheit. Schon wer mehrere Wochen abstinent lebt, so heißt es, wird mit merkbar strafferer Haut und einem strahlenden Gesicht belohnt. Wenn einem momentan also auffallend viele Leute mit glatt gebügeltem Gute-Laune-Gesicht über den Weg laufen, könnte das daran liegen, dass rund drei Viertel des „Dry January“ rum sind und dieser schon seine Wirkung entfaltet.

Für alle, die auf den letzten Metern noch einsteigen und sich auch ein wenig aufhübschen wollen, heißt es jetzt: Finger weg von der Bierflasche und schauen, was der Kühlschrank in der letzten Januar-Woche so an nicht alkoholischen Beauty-Getränken hergibt. Oder wie die Fernsehserien-Hausmeisterin Else Kling alias Annemarie Wendl in den 1990er-Jahren in einem Werbespot für Buttermilch sagte: „Wenn’s schee macht.“

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