EmskirchenWieder Wirbel um die „Drachenlord-Hater“

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In Altschauerberg, einem Ortsteil von Emskirchen in Mittelfranken, haben sich am Wochenende mehrere Tausend Menschen versammelt. In sozialen Medien war zuvor zu einem „Schanzenfest“ aufgerufen worden, zahlreiche Gegner des Youtubers „Drachenlord“ strömten laut Polizei mit Autos und per Zug in das Dorf, um zum früheren Anwesen des Youtubers zu gelangen.
In Altschauerberg, einem Ortsteil von Emskirchen in Mittelfranken, haben sich am Wochenende mehrere Tausend Menschen versammelt. In sozialen Medien war zuvor zu einem „Schanzenfest“ aufgerufen worden, zahlreiche Gegner des Youtubers „Drachenlord“ strömten laut Polizei mit Autos und per Zug in das Dorf, um zum früheren Anwesen des Youtubers zu gelangen. David Oßwald/dpa

Der umstrittene Youtuber aus Mittelfranken und seine Gegner streiten sich seit Jahren – vor allem im Internet. Am Wochenende versammelten sich Tausende in seinem früheren Wohnort Altschauerberg. Eine Herausforderung für die Polizei.

Der Streit zwischen dem Youtuber „Drachenlord“ und seinen Gegnern, den sogenannten Hatern, schwelt seit Jahren - insbesondere im Internet. Immer wieder verlassen die „Hater“ jedoch den digitalen Raum und halten die Polizei auf Trab.So auch am Samstag, als mehrere Tausend Menschen einem Aufruf zu einem „Schanzenfest“ folgten und sich in und um Altschauerberg, einem Ortsteil von Emskirchen in Mittelfranken, versammelten.

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Dem Aufruf folgten laut Polizei zeitweise rund 4000 Menschen. Sie wollten zum früheren Wohnhaus des „Drachenlords“ in dem Dorf gelangen, was die Polizei aber unterband. Der Markt Emskirchen hatte den Ansturm erwartet und eine Allgemeinverfügung erlassen. In den Gemarkungen von Emskirchen und Schauerberg waren deshalb größere Menschenansammlungen, Lärm und Feuerwerkskörper verboten.

Der Polizei gelang es aufgrund der Menge an Menschen aber nicht immer, diese Auflagen vollständig durchzusetzen. Sie war mit zahlreichen Kräften, einer Reiterstaffel und einem Unterstützungskommando vor Ort. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Lage am Samstag als weitgehend friedlich. Es sei aber zu einer Beleidigung, einer Sachbeschädigung und in einem Fall zum Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gekommen.

Der Youtuber „Drachenlord“ im März 2022 bei einer Gerichtsverhandlung in Nürnberg.
Der Youtuber „Drachenlord“ im März 2022 bei einer Gerichtsverhandlung in Nürnberg. Stringer/dpa

Zudem sei in einem Waldstück Pyrotechnik gezündet worden. Von rund 160 Menschen nahm die Polizei die Personalien auf. Ein 20-Jähriger zog sich eine Schnittwunde zu, als er versuchte, in eine Hütte in einem Waldstück zu gelangen und dabei ein Fensterglas einschlug. Aufgrund des unwegsamen Geländes musste die Feuerwehr zu Hilfe eilen.

Im Laufe des Abends zogen die meisten Teilnehmer wieder ab. Rund 250 blieben den Angaben zufolge aber bis in die Nacht im Ort und wurden von der Polizei auf Abstand zu Altschauerberg gehalten. Größere Zwischenfälle blieben dabei aus. Der Youtuber „Drachenlord“ streitet sich seit Jahren mit seinen Gegnern im Internet. In der Vergangenheit tauchten diese immer wieder vor seinem Anwesen im Dorf Altschauerberg auf, um ihn zu provozieren.

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Die Polizei musste deshalb über Jahre zumeist mehrmals täglich wegen Ruhestörung, Sachbeschädigung, Körperverletzung und anderer Anzeigen ausrücken. Auch zu „Schanzenfesten“, bei denen zahlreiche Menschen nach Altschauerberg zogen, war es in der Vergangenheit bereits gekommen. Das Haus hat der Youtuber inzwischen verkauft, er selbst ist aus Emskirchen  weggezogen.

Mehrere „Hater“ wurden in den vergangenen Jahren bereits wegen Straftaten gegen den Videoblogger verurteilt oder wegen Ordnungswidrigkeiten bestraft. Auch der „Drachenlord“ selbst wurde nach gegenseitigen Beschimpfungen gewalttätig und musste sich wegen mehrerer Fälle vor Gericht verantworten. 2022 wurde er vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt.

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