Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege:"Ich habe praktisch ein Leben lang umsonst gearbeitet"

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Egon Greipl hatte an der umstrittenen Vertrags-Praxis festgehalten, weil die Aufgaben des Landesamts angesichts eines gekürzten Etats nicht anders hätten bewältigt werden können. (Foto: Christoph Vohler)

Egon Johannes Greipl sollte mehr als 730 000 Euro Schadenersatz zahlen, weil der frühere Generalkonservator in seiner Amtszeit umstrittene Werkverträge vergeben hat. Nun will der Freistaat ihm Schulden nachlassen. Und prominente Fürsprecher starten eine Spendenaktion.

Von Andreas Glas und Hans Kratzer

Es geht ums Geld zwischen dem Freistaat und seinem früheren obersten Denkmalschützer, um viel Geld. Mehr als 730 000 Euro sollte Egon Johannes Greipl dem Freistaat zahlen, Schadenersatz, aus eigener Tasche. Dazu hatte ihn das Verwaltungsgericht Regensburg im Januar 2019 verdonnert. Knapp vier Jahre später ist die zu begleichende Summe durch die im Urteil festgeschriebene Verzinsung wohl auf mehr als 900 000 Euro angewachsen. Nun aber kommt der Freistaat dem früheren Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD) entgegen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ist das zuständige Landesamt für Finanzen (LfF) bereit, den Schadenersatz substanziell zu reduzieren - auf rund 450 000 Euro, wie es in Kreisen der Greipl-Unterstützer heißt.

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