Als die Ingolstädter Grünen-Stadträtin Agnes Krumwiede kürzlich einen Infostand zur Kommunalwahl aufbaute, da erlebte sie eine Überraschung: Das Interesse der Passanten galt nicht etwa den vermeintlich großen Themen, sondern einem Kunstwerk in der Aussegnungshalle auf dem Westfriedhof. Dort schmückt ein monumentaler Totentanz des Malers Oskar Martin-Amorbach aus den Jahren 1934 bis 1936 die Seitenwände. In der Stadt kennt quasi jedes Kind das Fresko. „Die Aussegnungshalle ist mit vielen Gefühlen verbunden“, sagt Krumwiede und bekennt, dass sie das Fresko immer schon als „befremdlich“ empfunden habe.
Hitlers LieblingsmalerIngolstädter Totentanz: Streit um früheren Star der NS-Kunstszene
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Von Oskar Martin-Amorbach, der als NSDAP-Mitglied zu den Stars der NS-Kunstszene gehörte, existieren in Bayern noch mehrere Werke: Darunter ein Fresko in der Aussegnungshalle des Ingolstädter Westfriedhofs. Nun befasst sich der Stadtrat mit dem Thema.
Von Sebastian Beck
