Süddeutsche Zeitung

Politik in Bayern:Hackerangriff auf Kampagne für CSU-Online-Mitgliedschaften

Es wurden laut Generalsekretär Markus Blume Tausende von Fake-Anmeldungen generiert. Nachdem Parteichef Markus Söder auf die Kanzlerkandidatur verzichtet hatte, gab es einen sprunghaften Anstieg bei den Mitgliederzahlen.

Auf die CSU-Kampagne für bundesweite Online-Mitgliedschaften hat es einen Hackerangriff gegeben. Es seien Tausende von Fake-Anmeldungen generiert worden, teilte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Dienstag mit. Die IT-Abteilung der Partei sei aber schnell in der Lage gewesen, diese Anmeldungen zu identifizieren. Blume berichtete zudem von einer Eintrittswelle, wie er sie in den vergangenen 10 Jahren nicht gesehen habe: Die Partei habe weit über 3000 neue Mitglieder innerhalb von einer Woche verzeichnet. Das sei "ein wirklich sehr starkes Zeichen" und zeige auch, welche Bindekraft die CSU deutschlandweit für die Union habe.

Die CSU hatte schon kurz nach dem Verzicht von Parteichef Markus Söder und der Ausrufung von CDU-Chef Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten einen sprunghaften Anstieg von Anfragen nach Online-Mitgliedschaften verzeichnet. Die Partei bietet seit September 2020 die Online-Mitgliedschaft an, für die man keinem Ortsverband angehören muss. CSU-Online-Mitglieder haben damit zwar kein innerparteiliches Stimmrecht, können sich aber digital in die Parteiarbeit einbringen.

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