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Umfrage:CSU verliert in Bayern weiter an Boden gegen Grüne

Sitzung des bayerischen Kabinetts

Ein Schluck aus der goldenen "Star Wars"-Tasse: Um ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl in seinem Land wird der "Kanzlerkandidat der Herzen" kämpfen müssen.

(Foto: dpa)

Nur noch 32 Prozent der Befragten würden sich derzeit bei der Bundestagswahl für die Partei ihres Ministerpräsidenten entscheiden. Auch Markus Söder selbst büßt an Zustimmung ein.

Die CSU hat bei den Wählern in Bayern einer neuen Umfrage zufolge weiter Boden an die Grünen verloren. Im neuesten Wähler-Check im Auftrag der Sendung "17:30 Sat.1" käme die Partei von Ministerpräsident Markus Söder bei der Bundestagswahl im September nur noch auf 32 Prozent der Wählerstimmen (April: 34 Prozent), die Grünen dagegen auf 26 Prozent (April: 25 Prozent).

Unionsspitzenkandidat Armin Laschet (CDU) gilt nur bei 18 Prozent der Befragten als der beliebteste Kandidat. Die Grünen-Bewerberin Annalena Baerbock kommt bei dieser Frage dagegen auf 28 Prozent, SPD-Mann Olaf Scholz kommt auf 13 Prozent. Im Vergleich zur April-Umfrage bleibt die Reihenfolge unverändert, alle Kandidaten legten zu Lasten der Gruppe der Unentschlossenen zu.

Auf die Frage, wem sie am ehesten zutrauen, die langfristigen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu beseitigen, setzen 40 Prozent der Bayern auf die CDU/CSU, 38 Prozent auf die Grünen, 18 Prozent auf die FDP, 17 Prozent auf die SPD, 11 Prozent auf die AfD, 4 Prozent auf die Linke, 4 Prozent auf die Freien Wähler und 2 Prozent auf eine andere Partei.

Der Optimismus, dass die Krise überwunden wird, wächst allerdings: 45 Prozent glauben, dass die Corona-Lage im Laufe des Jahres "einigermaßen im Griff" sein wird, 46 Prozent zweifeln daran. Im Februar waren noch 72 Prozent überzeugt, dass die Lage 2021 nicht wieder in den Griff kommt. Zugleich sinkt die Zufriedenheit mit der Arbeit der Staatsregierung weiter auf nun 52 Prozent; 46 Prozent sind unzufrieden. Im Januar waren noch 72 Prozent zufrieden.

Söder büßt an Zustimmung ein

Auch die Zustimmung für Söder bröckelt weiter: Zwar sagen noch 65 Prozent, er sei ein guter Ministerpräsident. Seit Januar (84 Prozent) zeigt sich hier jedoch ein stetiger Rückgang. Von den möglichen Koalitionen im Bund ist Schwarz-Grün die einzige, die mit 58 Prozent von mehr als der Hälfte der Wähler als "grundsätzlich gut" bewertet wird. "Grundsätzlich gut" finden eine Koalition aus Union und SPD 41 Prozent, Schwarz-Gelb 39 Prozent, Jamaica (Union, FDP und Grüne) 32 Prozent, die Ampel (SPD, Grüne, FDP) 25 Prozent und Rot-Rot-Grün 15 Prozent.

Falls es zu einer Koalition der Union mit den Grünen kommen sollte, befürworten die Bayern eine Führung durch die CDU/CSU: 35 Prozent wäre eine Führung durch CDU/CSU "grundsätzlich lieber", 21 Prozent sagen das über eine Führung durch die Grünen. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden sich die Bayern wie folgt entscheiden: 32 Prozent CSU, 26 Prozent Grüne, 11 Prozent FDP, 8 Prozent SPD, 10 Prozent AfD, 4 Prozent Linkspartei, 4 Prozent Freie Wähler, 5 Prozent Sonstige.

© SZ/dpa/berk
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