Ausflugstipps:Diese bayerischen Burgen sind einen Besuch wert

Tittmoning statt Neuschwanstein: Auch abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es in Bayern viele schöne Burgen. 15 Ausflugstipps.

Von Sophia Baumann

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Burghausen

Burghausen

Quelle: © Bayerische Schlösserverwaltung

Ganz im Südosten Bayerns befindet sich eine der längsten Burgen der Welt: Burghausen. Einst bewohnten die Wittelsbacher die Hauptburg, in den Vorhöfen lebten die Beamten und Handwerker. Bekannteste Bewohnerin war wohl Herzogin Hedwig von Bayern-Landshut, deren Trauung noch heute alle vier Jahre mit einem riesigen Historienspektakel bei der Landshuter Hochzeit nachgefeiert wird.

Im ehemaligen Frauentrakt können Besucher eine Ausstellung über das mittelalterliche Leben auf der Burg ansehen. Neben dem Stadtmuseum Burghausen ist darüber hinaus das "Haus der Fotografie - Dr. Robert-Gerlich-Museum" in der Festung untergebracht. Die Burg ist von April bis September von 9 bis 18 Uhr und von Oktober bis März von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Besucherzahl begrenzt und die Aussichtsplattform geschlossen.

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Burg Tittmoning

Burg Tittmoning

Quelle: Stadt Tittmoning, ho

Ursprünglich wurde die Burg Tittmoning als Grenzburg gegen Burghausen errichtet, während des zweiten Weltkriegs diente sie als Offiziersgefangenen- und Internierungslager. Inzwischen befinden sich in der Burg in Tittmoning ein Heimatmuseum und eine Gerbereiausstellung, auch Veranstaltungen finden in den alten Gemäuern statt.

Führungen sind nur nach Anmeldungen bei der Touristeninformation möglich. Zwischen 1. Juli und 3. Oktober etwa wird die Besichtigung des Troadkastens (Gerberei und drei Säle) von Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr angeboten.

Für diesen und die folgenden Tipps gilt: Bitte informieren Sie sich kurz vor dem Besuch einer der Burgen und Schlösser auf der jweiligen Webseite über die aktuellen Regelungen, die wegen der Corona-Pandemie gelten.

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Schloss Hohenaschau

Burg Hohenaschau

Quelle: Tourist-Information Hohenaschau

Schon im 12. Jahrhundert ließen Konrad und Arnold von Hirnsberg das Schloss Hohenaschau erbauen, später wurde es erweitert. Noch heute können Besucher einen Teil des Schlosses besichtigen - allerdings nur im Rahmen einer Führung. Dann sehen sie zum Beispiel die Schlosskapelle, den barocken Laubensaal und das Prunktreppenhaus.

Das Schloss kann von Juni bis Ende Oktober besichtigt werden. Klassische Führungen finden Dienstag und Donnerstag um 13.30 Uhr und 15 Uhr statt, Mittwoch und Freitag um 10 Uhr und um 11.30 Uhr und an Sonntag- und Feiertagen um 13.30 Uhr und 15 Uhr. Darüber hinaus werden spezielle Kinder- und Jugendführungen angeboten. An einer Führung können maximal zehn Personen teilnehmen - die Tickets müssen vorher in der Tourist Info Aschau im Chiemgau gekauft werden.

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Veste Oberhaus in Passau

Veste Oberhaus in Passau

Quelle: Marcel Peda; Marcel Peda, ho

Die fast 800 Jahre alte Veste Oberhaus in Passau zählt zu den größten erhaltenen Burganlagen Europas. Dort können die Besucher das mittelalterliche Leben der Burgbewohner nachvollziehen. Zum Beispiel gibt es verschiedene Führungen im Oberhausmuseum, auch für Kinder und Familien. Zusätzlicher Höhepunkt: Die Burg bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Passauer Altstadt. 130 Stufen führen auf den Aussichtsturm, der ursprünglich als Befestigungswerk diente.

Das Oberhausmuseum hat von 15. März bis 15. November am Montag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 17 Uhr, am Samstag, Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Vom 25. Dezember bis 6. Januar ist das Museum täglich, außer an Silvester, von 10 bis 16 Uhr offen.

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Burg Prunn im Altmühltal

Burg Prunn

Quelle: Bayerische Schlösserverwaltung

Südwestlich von Regensburg thront die Burg Prunn über dem Flusstal der Altmühl. Bekannt ist sie vor allem für den "Prunner Codex", den ein Geschichtsschreiber 1566 auf der Burg fand. Dabei handelt es sich um die viertälteste vollständige Abschrift des Nibelungenliedes. Zu dem Heldenepos gibt es in der Burg eine Dauerausstellung. Bei einem Rundgang durch die Festung kann man zusätzlich die Lebenswelt der früheren Burgbewohner kennenlernen, wobei Themen wie Jagd, Kleidung und Recht aufgegriffen werden.

Die Burg Prunn ist von April bis 31. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Von 1. November bis März hat sie nur von 10 bis 16 Uhr offen, außerdem ist sie dann montags geschlossen.

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Burg Trausnitz in Landshut

Landshuter Hochzeit - Ritterspiele

Quelle: dpa

Die Narrentreppe in der Burg Trausnitz bei Landshut, ein mit Malerei geschmücktes Treppenhaus, lockt bis heute Besucher zu der mittelalterlichen Festung. Sie zeigt Szenen der italienischen Schauspielerei in Lebensgröße und ist das einzige monumentale Bildzeugnis dieser Art. Beim geführten Rundgang durch die Burg kommt man nicht nur an der Narrentreppe vorbei, sondern geht beispielsweise auch durch die Burgkapelle und mehrere Kabinette.

Die Burg hat von April bis 4. Oktober täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr sowie vom 5. Oktober bis März von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

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Burg Leuchtenberg in der Oberpfalz

Burg Leuchtenberg

Quelle: Markt Leuchtenberg, ho

Von der Burg in Leuchtenberg in der Oberpfalz ist nur eine Ruine übrig, beeindruckend ist sie dennoch. Erste Anlagen sind wohl schon im 10. oder 11. Jahrhundert errichtet worden, lange Zeit haben Mitglieder des Geschlechts der Leuchtenberger in den Gemäuern gelebt. Heute steht unter anderem eine Burgkapelle.

Die Burgruine ist von 1. April bis 31. Oktober von Mittwoch bis Sonntag, 10.30 bis 17 Uhr geöffnet.

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Burg Trausnitz im Tal

Burg Trausnitz im Tal

Quelle: DJH, ho

Friedrich dem Schönen dürfte die Burg Trausnitz nicht in allzu guter Erinnerung geblieben sein: Nachdem er den Kampf gegen den Konkurrenten König Ludwig IV. verloren hatte, wurde er dort inhaftiert. Im Turmzimmer soll er an Händen und Füßen angekettet mehr als zwei Jahre verbracht haben. Nachdem die Burg über Jahrhunderte hinweg wechselnde Besitzer hatte, hat König Ludwig I. sie 1830 gekauft. Heute ist der Freistaat Bayern Eigentümer, eine Jugendherberge befindet sich auf dem Gelände.

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Cadolzburg bei Fürth

Burg in Cadolzburg bei Fürth

Quelle: dpa

Im späten Mittelalter wurde sogar Berlin zeitweise von der Cadolzburg aus regiert, im 20. Jahrhundert war jedoch kaum mehr als eine Ruine von der imposanten Burg übrig. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs brannten nämlich Dächer und Zwischendecken der Kernburg ab. Jahrzehntelang verkümmerte die Ruine weiter, denn sie blieb offen stehen. Inzwischen hat die Bayerische Schlösserverwaltung allerdings die Bausubstanz gesichert, seit Juni 2017 gibt es auch eine Ausstellung. Dort können Besucher viele Orginalobjekte bestaunen, thematisiert wird vor allem der Alltag rund um das mittelalterliche Leben in der Burg.

Die Burg ist von April bis 4. Oktober von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet und von 6. Oktober bis März von 10 Uhr bis 16 Uhr. Montags ist die Burg geschlossen. Der Burggarten ist das ganze Jahr über geöffnet.

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Kaiserburg in Nürnberg

Mondaufgang in Nürnberg

Quelle: Timm Schamberger/dpa

Die Kaiserburg ist das Wahrzeichen von Nürnberg, einst zählte sie zu den bedeutendsten Orten des Reiches. Im Spätmittelalter fanden dort viele Reichsversammlungen statt, außerdem hielten neu gewählte Herrscher ihren ersten Hoftag in Nürnberg ab - so wollte es die Goldene Bulle. Auch wenn die Burg im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, blieben einige Teile beinahe unbeschädigt: Das Kapellengebäude, Wandvertäfelungen in der Stube des Kaisers und die Decke der Kammer des Kaisers können heute noch besichtigt werden. Andere Räume sind originalgetrau wiederhergestellt worden - zum Beispiel die Kemenate. Dort befindet sich heute das geschichtliche Kaiserburg-Museum.

Die Burg hat von April bis 4. Oktober von 9 Uhr bis 18 Uhr und von 5. Oktober bis März von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

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Veste Coburg

Veste Coburg

Quelle: Lutz Naumann; © Kunstsammlungen der Veste Coburg

Die Veste thront über Coburg, ihre Mauern und Türme bestimmen das Bild des gesamten Umlands. Westlich bis zur Rhön, östlich bis zum Frankenwald und Fichtelgebirge kann man von der imposanten Festung blicken. Heute befinden sich in der Veste Kunstsammlungen, historische Waffen, Kutschen und Kunsthandwerk. Auch ein "Lutherzimmer" kann besichtigt werden, denn der Reformator hielt sich im Jahr 1530 sechs Monate in der Burg auf.

Die Veste hat von April bis Oktober von 9.30 bis 17 Uhr und von November bis März von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Montags bleibt sie geschlossen.

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Burg Lauenstein

Burg Lauenstein

Quelle: Nürnberg Luftbild; Bayerische Schlösserverwaltung (Foto: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz)

Die nördlichste Burg Bayerns ist Lauenstein im Frankenwald. Mysteriöse Legenden ranken sich heute um diese Festung, angeblich soll die "Weiße Frau", der Geist von Katharina von Orlamünde, auf der Burg spuken. Der Geschichte zufolge soll von Orlamünde ihre Kinder mit einer goldenen Nadel erstochen haben. Denn ihr Geliebter Albrecht von Hohenzollern sagte, ihrer Liebe stünden "vier Augen im Wege". Dies bezog Katharina auf ihre Kinder, gemeint hatte der Geliebte jedoch die eigenen Eltern. Als Strafe für die Ermordung ihrer Kinder musste Katharina nach Rom pilgern und ihr restliches Leben im Kloster verbringen. Deshalb verfluchte sie angeblich die Hohenzollern.

Wer selbst das Schloss besichtigen will: Die Burg hat von April bis September von 9 Uhr bis 18 Uhr und von Oktober bis März von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Montags bleibt sie geschlossen. Der Besuch ist nur im Rahmen einer Führung möglich.

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Festung Marienberg bei Würzburg

Festung Marienberg Würzburg

Quelle: Bayerische Schlösserverwaltung, ho

Die Festung Marienberg bei Würzburg ist alt - sehr alt. Schon in der späten Bronzezeit soll es an diesem Ort befestigte Siedlungen gegeben haben: Um 1000 v.Chr. wurde eine Fliehburg erbaut, in die sich die Bevölkerung bei Gefahr zurückziehen konnte. Im Mittelalter residierten dann Fürstbischöfe in der Festung. Allerdings hat der Zweite Weltkrieg die Burg beinahe völlig zerstört: Sie brannte fast vollständig aus.

Seit 1990 ist die Burg aber wiederaufgebaut, ein Museum zeigt dort nun Möbel, Wandteppiche und Gemälde. Die Festung Marienberg ist von April bis September von 9 bis 18 Uhr geöffnet sowie von Oktober bis März von 10 bis 16.30 Uhr. Montags ist sie allerdings geschlossen.

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Burg Alzenau

Burg Alzenau

Quelle: Stadt Alzenau, ho

Burgkapelle, Küchenerker und Aborterker können Besucher zum Beispiel in der Burg Alzenau besichtigen. Um 1400 ließen die Mainzer Erzbischöfe die Festung erbauen, in den 1970er-Jahren ist die Burg renoviert worden. Seitdem wird die Festung für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Der Untere Burghof ist tagsüber zugänglich, der Obere Burghof wird jedoch nur bei Veranstaltungen geöffnet.

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Burg Falkenstein

Burg Falkenstein

Quelle: Markt Falkenstein, ho

Die Burg Falkenstein besticht durch ihre besondere Lage. Von ihrem Bergfried aus können Besucher in die Täler des Bayerischen Walds blicken. Wohl schon im 11. und 12. Jahrhundert erbaut, ist die Veste heute kultureller Mittelpunkt des Luftkurorts Markt Falkenstein: Jeden Sommer finden im Innenhof die Falkensteiner Burghofspiele statt. Darüber hinaus gibt es ein Jagdmuseum mit Sonderausstellung sowie eine Gaststätte. Wer sportlich aktiv werden will, kann von der Burg in das Naturschutzgebiet "Schlosspark Falkenstein" wandern: Es gibt mehrere ausgeschilderte Wege.

Das Museum ist derzeit geschlossen, der Burgturm ist zwischen 9 und 22 Uhr geöffnet.

© SZ.de/mmo/vewo
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