Wirtschaft in BayernBrauerei Schneider Weisse übernimmt Bischofshof und Weltenburger

Lesezeit: 1 Min.

Die Brauerei Schneider Weisse ünerminnt zwei Biermarken, wodurch dort auch die Arbeitsplätze gesichert werden sollen.
Die Brauerei Schneider Weisse ünerminnt zwei Biermarken, wodurch dort auch die Arbeitsplätze gesichert werden sollen. Peter Kneffel/dpa

Für eine Braustätte in Regensburg bedeutet der Deal das Aus, die älteste Klosterbrauerei der Welt soll allerdings gesichert sein.

Die Brauerei Schneider Weisse übernimmt die unter Druck stehenden Biermarken Weltenburger und Bischofshof. Teil des Geschäfts soll nach derzeitigem Stand auch die Übernahme der ältesten Klosterbrauerei der Welt in Weltenburg sein, wie die Unternehmen mitteilen. Gültig werden soll der Verkauf zum 1. Januar 2027. Die Bischofshof-Brauerei in Regensburg mit 56 Mitarbeitern soll allerdings zum Jahresende 2026 geschlossen werden.

Der deutsche Biermarkt schrumpft seit Langem, was viele Brauereien unter Druck setzt. „Auf uns alleine gestellt, war ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb der Marken trotz aller Anstrengungen und guten Weichenstellungen der letzten Monate nicht mehr möglich“, sagt Till Hedrich, Geschäftsführer von Bischofshof und Weltenburger. „Die drohende komplette Geschäftsaufgabe oder die Zerschlagung durch einen Investor ganz ohne Bezug zur Region und ihrer Geschichte können wir durch die jetzt gemeinsam mit Schneider Weisse zu verwirklichende ‚bayerische Lösung‘ aber abwenden und damit auch ein wichtiges Stück bayerischer Brautradition dauerhaft bewahren.“

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

Die Brauereien kooperieren schon länger. Die geplante Zusammenlegung der Produktion in Kelheim und Weltenburg soll Synergien freisetzen und die Effizienz steigern. Durch die Übernahme soll – so die Unternehmen – ein Komplettverlust der Arbeitsplätze verhindert werden. Für die 56 betroffenen Mitarbeiter in der Brauerei in Regensburg sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Wo möglich wolle man sie „an passende Unternehmen aus dem Netzwerk in der Getränkebranche und dem weiteren Umfeld der Brauerei vermitteln“, sagt Hedrich.

Bischofshof gehört einer Stiftung des Bistums Regensburg. Über den Kaufpreis vereinbarten die Vertragspartner Stillschweigen. Die im Jahr 1050 gegründete Klosterbrauerei Weltenburg ist seit 1973 Teil von Bischofshof. Sie soll weitergeführt werden – ebenso der Logistikbereich von Bischofshof mit 21 Mitarbeitern.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer betonte: „Neben dem Traditionsaspekt ist für uns ganz zentral, dass wir durch den Erhalt der Braustätte im Kloster Weltenburg sowie der Logistikabteilung von Bischofshof zumindest einen Teil der Arbeitsplätze direkt in der Region halten können.“ Für eine Fortführung der Brauerei in Regensburg habe allerdings „jede wirtschaftliche Grundlage“ gefehlt.

Der Geschäftsführer von Schneider Weisse, Georg VII. Schneider, sprach von einem „Portfolio absoluter Traditionsmarken“, das entstehe. „Mit den entstehenden Synergien von Einkauf über Herstellung bis Vertrieb sind wir für die aktuellen Herausforderungen bestens aufgestellt.“

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Alkohol, Körperverletzung und ein Facebook-Post
:Neuer Skandal um Bodenmaiser Bürgermeister Adam

Jung, rot, schwul: Als SPD-Landrat in Niederbayern machte Michael Adam bundesweit Schlagzeilen, auch wegen eines Sex-Skandals. Nach seinem Comeback als Bürgermeister stehen wieder Eskapaden im Raum.

SZ PlusVon Andreas Glas

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: