Folgen des Zweiten WeltkriegesDoppelt so viele Blindgänger in Bayern entschärft

Immer wieder muss die Polizei in Bayern Straßen und Gebiete sperren, in denen bei Bauarbeiten Blindgänger gefunden wurden. (Symbolfoto)
Immer wieder muss die Polizei in Bayern Straßen und Gebiete sperren, in denen bei Bauarbeiten Blindgänger gefunden wurden. (Symbolfoto) (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Auch Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges müssen immer wieder Blindgänger alliierter Bomben entschärft werden. Innenminister Herrmann zieht nun Bilanz für 2024.

In Bayern sind im vergangenen Jahr 53 Blindgänger von Spreng- und Splitterbomben der Alliierten aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Das waren mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2023. Damals waren es 25.

Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wurden 2024 insgesamt 39 Tonnen weniger Bomben, Granaten und Munition beseitigt als 2023. 87 Tonnen waren es im vergangenen Jahr.

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„Vor allem in den Gegenden, die während des Krieges im Fokus der Bombardierungen standen, müssen wir auch weiterhin damit rechnen, Blindgänger zu finden“, sagte Herrmann.

Aufgefundene Munition sollte keinesfalls angefasst und sofort die Polizei informiert werden, die dann mit den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Kontakt tritt, heißt es vom Innenministerium. Auch Eltern sollten ihre Kinder auf die möglichen Gefahren solcher Fundstücke hinweisen, sagte Herrmann.

Die Kosten für die Beseitigung und Entsorgung von Weltkriegsmunition durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst trägt der Freistaat Bayern. Im Jahr 2024 wurden dafür nach Ministeriumsangaben mehr als zwei Millionen Euro eingesetzt.

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