Das bayerische Baugewerbe schöpft Hoffnung. In einer aktuellen Umfrage des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen sagten 49 Prozent der Unternehmen, dass sie im laufenden Jahr gleichbleibende oder steigende Umsätze erwarten. Das sind 19 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. „Die Konjunkturentwicklung im Bau- und Ausbaugewerbe lässt nach einer langen Durststrecke wieder einen leicht zuversichtlichen Blick in die Zukunft zu“, sagt Präsident Georg Gerhäuser.
Auch bei den Auftragsbeständen entspannt sich die Lage etwas. In allen Sparten werden sie besser eingeschätzt als vor einem Jahr. Allerdings schätzt noch immer jedes zweite Unternehmen seinen Bestand als zu klein ein. Zugleich warnt Gerhäuser, die Talsohle sei – vor allem im Hochbau – noch nicht durchschritten. Aktuell erwarten zwar nur noch 25 Prozent der Betriebe eine Verschlechterung ihrer Geschäfte in den nächsten sechs Monaten – nach 44 Prozent vor einem Jahr. Doch eine Verbesserung sehen nur elf Prozent. Etwas größere Zuversicht gibt es im Wohnungsbau, wo 14 Prozent eine Verbesserung erwarten.

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„Insgesamt zeigen die Umfrageergebnisse, dass sich die Stimmung unter unseren mittelständischen Unternehmen der Bau- und Ausbaubranche leicht verbessert“, sagt Gerhäuser. „Der pessimistische Trend scheint damit gebrochen, allerdings auf niedrigem Niveau.“
Auch aktuelle Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik weisen für den Bau nach oben. Der Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe habe Ende März bei 17,6 Milliarden Euro gelegen, hieß es von der Behörde. Das seien gut zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Treiber waren hier vor allem der gewerbliche und industrielle Tiefbau, die um 42,5 Prozent zulegten. Im Wohnungsbau, der seit Anfang 2022 schwächelt, ging es mit einem Plus von nominal 0,7 Prozent dagegen nur minimal nach oben.

