Süddeutsche Zeitung

Geplante Subventionskürzungen:Bauernproteste in Bayern sorgen teils für Verkehrschaos

Zwar verlaufen die Demos an vielen Orten friedlich, dennoch kommt es laut Polizei zu erheblichen Verkehrsstörungen und Lärmbelästigungen.

Geplante Kürzungen von Agrarsubventionen der Bundesregierung haben mehrere Tausend Landwirte in Bayern auf die Straße getrieben. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, verliefen die Proteste überwiegend friedlich. Teils sei es am Donnerstag jedoch zu erheblichen Verkehrsstörungen und Lärmbelästigungen gekommen.

In Niederbayern demonstrierten Bauern in mehreren Ortschaften. Bei der größten Kundgebung in Straubing nahmen nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen mit 1500 Traktoren teil. Die Versammlung verlief friedlich, es kam zu Verkehrsstörungen und Lärmbelästigung, teilte eine Polizeisprecherin mit. Auch in Bad Birnbach (Landkreis Rottal-Inn) demonstrierten am Abend etwa 50 Teilnehmer mit 32 Traktoren. In Untergriesbach (Landkreis Passau) fuhren nach Polizeiangaben etwa 200 Traktoren auf. In Günzburg haben sich mehr als 1000 Menschen mit rund 800 Traktoren auf dem Volksfestplatz versammelt.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, kam es durch den anschließenden Traktoren-Korso zu erheblichen Verkehrsstörungen im Großraum Günzburg. Mehrere Straßen mussten kurzfristig gesperrt werden. Die Demonstrationen seien ohne Zwischenfälle abgelaufen, sagte ein Polizeisprecher. Auch für die kommende Woche hat der Bauernverband mehrere Protestkundgebungen mit Traktoren angekündigt.

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