Selten ist der Nazi-Hetzer Joseph Goebbels verbal so heftig abgewatscht worden wie im April 1930, als im Reichstag über eine drastische Steuererhöhung abgestimmt wurde. Die Nationalsozialisten spekulierten darauf, dass Reichskanzler Brüning die Stimmenmehrheit nicht erreichen werde und gehen müsse. Letztlich kam es auf das Votum des Bayerischen Bauernbunds an, dessen sieben Reichstagsabgeordnete sich zwar heftig über die Steuerbelastung aufregten. Denn viele Höfe waren aufgrund der Wirtschaftskrise schon zugrunde gegangen, und jetzt auch noch höhere Steuern. Ihr Vorsitzender Georg Eisenberger aus Ruhpolding aber überredete seine Kollegen, für das Gesetz zu stimmen, die Nazis seien das größere Übel.
Geschichte der Bauern-ProtesteAls ein bayerischer Bauern-Präsident Goebbels abwatschte
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Der Schmied von Kochel, eine sagenhafte Gestalt, soll sich beim Bauernaufstand 1705 ausgezeichnet haben. Ob er wirklich existierte, ist unklar. Franz Defregger setzte ihm Ende des 19. Jahrhunderts ein künstlerisches Denkmal.
ImagoBauern und Bayern - das ist eine alte Geschichte von Anpassung an die Obrigkeit und wiederkehrenden Ausbrüchen des Zorns. Eine Annäherung an einen stolzen Berufsstand.
Von Hans Kratzer
