Energiepolitik:Das Aus für Isar 2 ist ein Geschenk für die CSU

Energiepolitik: Bald ist es vorbei mit dem Wasserdampf aus dem Kühlturm des Atomkraftwerks Isar 2. Am Wochenende wird abgeschaltet.

Bald ist es vorbei mit dem Wasserdampf aus dem Kühlturm des Atomkraftwerks Isar 2. Am Wochenende wird abgeschaltet.

(Foto: Armin Weigel/picture alliance/dpa)

Mit der Abschaltung des letzten bayerischen Atomkraftwerks will die Bundesregierung die Fundis unter den Grünen befrieden. Die CSU aber darf sich über die Wahlkampfhilfe freuen, mit der sie von ihrem eigenen Versagen ablenken kann.

Kommentar von Sebastian Beck

Nach einer Forsa-Umfrage lehnen derzeit 68 Prozent der Bundesbürger den Ausstieg aus der Atomenergie ab. Selbst die Grünen sind in dieser Frage gespalten: Immerhin 35 Prozent ihrer Anhänger befürworten den Weiterbetrieb der drei verbliebenen Anlagen oder sogar die Reaktivierung stillgelegter Kraftwerke. Trotzdem wird auch in Bayern am Wochenende der letzte Atomreaktor abgeschaltet: Isar 2 produzierte zwölf Prozent des Stroms im Freistaat, und das über Jahrzehnte, zuverlässig bei Tag und Nacht. Damit ist jetzt Schluss.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusDebatte zum Atomausstieg
:"Unsere Gesellschaft ist ein bisschen technikfeindlich geworden"

Carsten Müller, der Leiter des Kernkraftwerks Isar 2, hat zum Streit um eine Laufzeitverlängerung bislang geschwiegen. Nun spricht er über die Sicherheit des Reaktors, die Gefahr eines Blackouts - und ob ein Betrieb über April 2023 hinaus überhaupt möglich wäre.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: