Artenschutz:Jagdverband startet eigenes Wolfsmonitoring

Artenschutz: In vielen Wildparks in Bayern kann man Wölfe besichtigen. Hier zwei Exemplare im Bayerwald-Tierpark in Lohberg. In freier Wildbahn sind sie dagegen nur in sehr seltenen Ausnahmen anzutreffen, auch wenn sie sich allmählich ausbreiten.

In vielen Wildparks in Bayern kann man Wölfe besichtigen. Hier zwei Exemplare im Bayerwald-Tierpark in Lohberg. In freier Wildbahn sind sie dagegen nur in sehr seltenen Ausnahmen anzutreffen, auch wenn sie sich allmählich ausbreiten.

(Foto: Armin Weigel/dpa)

"Wir wollen Normalität im Umgang mit dem Wolf", sagt Jägerpräsident Ernst Weidenbusch. "Dazu gehört ein professionelles Monitoring ebenso wie Klarheit über mögliche Wolfsrisse."

Von Christian Sebald

Derzeit ist es eher ruhig um die Wölfe in Bayern. Aber sie sind da, daran besteht kein Zweifel. Das Landesamt für Umwelt (LfU), das zuständig ist für alles, was mit den Wölfen im Freistaat zu tun hat, führt auf seiner Homepage für Februar bereits zwei Fälle von möglichen Wolfsübergriffen auf Nutztiere. Der eine geschah am Freitag voriger Woche in Aying bei München. Dort sind nächtens auf einer Weide drei Schafe getötet und drei verletzt worden. Der andere ist zwei Tage zuvor im oberpfälzischen Schwandorf in einem Wildgatter passiert. In beiden Fällen laufen die Untersuchungen noch, ob tatsächlich Wölfe die Angreifer waren. Der letzte bestätigte Schafsriss durch einen Wolf stammt laut LfU von Mitte Dezember 2023 aus der unterfränkischen Rhön.

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