Neue EinkommensstatistikAuch im reichen Bayern: 1,6 Millionen Menschen sind armutsgefährdet

Essen bei der Tafel holen? Die Zahl der Menschen, die im Alltag finanzielle Hilfe brauchen, nimmt zu.
Essen bei der Tafel holen? Die Zahl der Menschen, die im Alltag finanzielle Hilfe brauchen, nimmt zu. Daniel Vogl/dpa

Etwa 12,4 Prozent der Menschen im Freistaat leben an der Grenze zur Armut. Besonders gefährdet: Single-Haushalte und Alleinerziehende.

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1,6 Millionen Menschen in Bayern gelten laut einer Erhebung als armutsgefährdet. Das seien 2025 etwa 12,4 Prozent der bayerischen Bevölkerung gewesen, teilte das Landesamt für Statistik in Fürth mit. Damit liege der Freistaat unter dem Bundeswert von 16,1 Prozent aller Einwohner, die bundesweit im Schnitt als armutsgefährdet gelten. Besonders betroffen seien alleinlebende und alleinerziehende Menschen.

Im Vorjahresvergleich nahm der Anteil der von Armut bedrohten Menschen sowohl in Bayern als auch im Bundesvergleich den Angaben nach zu: 2024 betrug die Armutsgefährdungsquote in Bayern noch 11,8 Prozent und in ganz Deutschland 15,5 Prozent.

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Die Ergebnisse stammen aus der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen. Demzufolge gelten als armutsgefährdet in Deutschland alleinlebende Menschen, die im Monat weniger als 1446 Euro nach Steuern und Sozialabgaben zur Verfügung haben. Bei Alleinerziehenden mit einem Kind unter 14 Jahren liegt die Schwelle bei 1879 Euro, bei Haushalten mit zwei Erwachsenen bei 2168 Euro und bei 3036 Euro, wenn zusätzlich zwei Kinder in dem Haushalt leben.

In Bayern leben laut dem Landesamt rund 2,5 Millionen Menschen alleine. Etwa 28 Prozent, also 712 000 Menschen, gelten davon als armutsgefährdet. Bei den Alleinerziehenden sind 24 Prozent oder 140 000 Menschen und deren Kinder deutlich stärker von Armut gefährdet als die Durchschnittsbevölkerung.

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