Archäologie in Bayern„Wassergöttin“ kehrt in Fundregion zurück

Die 2022 entdeckte und als „Wassergöttin“ bekannt gewordene archäologische Keramikfigur aus der Hallstattzeit kehrt nach Unterfranken zurück.
Die 2022 entdeckte und als „Wassergöttin“ bekannt gewordene archäologische Keramikfigur aus der Hallstattzeit kehrt nach Unterfranken zurück. Stefanie Friedrich/Archäologische Staatssammlung/dpa

Der Fund einer rätselhaften mehrere Tausend Jahre alten Keramikfigur in Unterfranken sorgte vor drei Jahren für Aufsehen. Nun soll sie erstmals ausgestellt werden.

Die mehrere Tausend Jahre alte Keramikfigur „Wassergöttin“ ist von Freitag an erstmals öffentlich zu sehen. Sie wird im unterfränkischen Bad Königshofen (Landkreis Rhön-Grabfeld) ausgestellt. „Uns ist daran gelegen, sie fundortnah zu zeigen“, sagte eine Sprecherin der in München beheimateten Archäologischen Staatssammlung.

Die Figur war 2022 im Zusammenhang mit Straßenbauarbeiten in einem Wasserloch im ebenfalls unterfränkischen Mönchstockheim (Landkreis Schweinfurt) entdeckt worden. Die 19 Zentimeter große Statue gab zunächst Rätsel auf und erlangte unter dem Titel „Wassergöttin“ überregionale Aufmerksamkeit. Rätselhaft an der Statue ist unter anderem ihre Funktion und ihr Geschlecht.

Nach einer Reinigung beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege per Airbrush-Technik wurde sie in den vergangenen Monaten in der Archäologischen Staatssammlung in München weiter untersucht.

Die Ausstellung mit dem Titel „Das Rätsel der Wassergöttin – Kult der Vorzeit in Franken“ läuft laut Plan bis 20. Juli. Danach soll die Statue durch andere Museen touren. „Sie soll auf keinen Fall im Depot landen“, sagte die Sprecherin der Staatssammlung. Zur Archäologischen Staatssammlung gehören neben dem Haupthaus am Englischen Garten in München bayernweit acht Zweigmuseen.

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