Digitalisierung:BayernApp statt Bürgerbüro: Viele Anträge ab sofort per Smartphone möglich

Ausweise beantragen, Bescheinigungen anfordern oder Familiengeld beantragen: Das kann über die neue App erledigt werden - sofern die jeweilige Kommune mitmacht.

Von Maximilian Gerl

Ob für die Kommunikation mit Behörden per Smartphone, Neues zur Corona-Lage oder die Suche nach öffentlichem Wlan: Die sogenannte BayernApp ist am Donnerstag gestartet. Sie soll künftig verschiedene staatliche und kommunale Leistungen digital bündeln und nutzbar machen - sowie den Zugang zu Informationen der öffentlichen Verwaltung einfacher gestalten. Die App sei die erste dieser Art in Deutschland, sagte Digitalministerin Judith Gerlach (CSU). Mit ihr mache man "einen Riesensprung vorwärts bei der digitalen Transformation der Verwaltung".

Ziel ist, zumindest manche Behördengänge überflüssig zu machen. Stattdessen soll künftig die Beantragung von Familiengeld oder die Anmeldung eines Hundes auch von der Couch aus möglich sein. Voraussetzung hierfür ist neben einem Smartphone oder Tablet, dass der Service von der zuständigen Behörde online angeboten wird. Die BayernApp steht für Android-Geräte im Google Play Store, für iOS-Geräte im Apple App Store zum Download bereit. Der persönliche Gang aufs Amt ist natürlich trotzdem weiter möglich. Allerdings hatten zuletzt viele Behörden den Publikumsverkehr Corona-bedingt eingeschränkt.

Beim ersten Start der App müssen Nutzer eine Postleitzahl sowie Interessen angeben. Diese Angaben nutzt das Programm unter anderem, um passende Digitalangebote der örtlichen Behörden auszuspielen. Die Angaben lassen sich später bei Bedarf korrigieren. Laut Digitalministerium verlinkt die App zu rund 150 Online-Diensten der kommunalen und staatlichen Verwaltung. Daneben wurden Zusatzfunktionen implementiert, etwa ein Kontaktformular zur verschlüsselten Kommunikation mit Behörden.

Wer sich registrieren möchte, kann hierfür ein persönliches "BayernID-Postfach" freischalten. Auch bündelt die App Links zu Informationen und Meldungen aus verschiedenen Themenbereichen. Zum Beispiel wird unter dem Stichwort Gesundheit auf Seiten des Landesamts für Gesundheit zur aktuellen Corona-Lage verwiesen. Zudem bietet die App eine Übersichtskarte aller BayernWlan-Hotspots in der Nähe. An diesen öffentlichen Zugriffspunkten steht Internet kostenlos zur Verfügung. Um den nächsten Hotspot automatisiert zu finden, ist eine Standortabfrage nötig; diese kann auf Wunsch deaktiviert werden.

© SZ vom 19.02.2021/mmo/amm/van
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