Erinnerung an den Anschlag in Ansbach:Eine grauenvolle Woche

Lesezeit: 4 min

Würzburg, München und Ansbach - vor fünf Jahren erschüttern drei Anschläge kurz hintereinander ganz Bayern. Für Innenminister Herrmann "die schlimmsten Tage" im Amt. Und doch ist der Fall Ansbach anders.

Von Olaf Przybilla

Stefan Maurer war schon im Schlafanzug. Seit einigen Jahrzehnten betreibt er eine Kneipe in Ansbach, für das Musikfestival gleich ums Eck wollte er am Sonntag seinen Laden aber nicht aufsperren. Junge Leute, nicht seine Musik, er versprach sich nicht viel davon. Also lieber zum Annafest nach Forchheim. Zurück von dort, wollte er gerade zu Bett gehen, als es einen kurzen, dumpfen Schlag tat. Der ist jetzt fünf Jahre her, aber Stefan Maurer glaubt den Ton noch immer im Ohr zu haben. "Ein kurzer, dumpfer Schlag", sagt er. Und gleich nochmals, so als bekomme er den Ton nicht aus dem Gehörgang: "Ein kurzer, dumpfer Schlag."

Zur SZ-Startseite

SZ PlusMeinungRechtsterrorismus
:Das Gift sickert ein

Fünf Jahre nach dem Münchner OEZ-Anschlag: Warum Staat und Gesellschaft die Gefahr durch gewalttätigen Rassismus noch immer nicht wirklich begreifen - und wie man das ändern könnte.

Kommentar von Gökalp Babayiğit

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: