Die Sommerferien stehen an – und die Sonne macht sich rar: Regen und Gewitter stehen stattdessen zu Wochenbeginn in der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes. Der warnt auch vor „markantem“ Wetter in allen südbayerischen Landkreisen: Dort tritt „Dauerregen wechselnder Intensität“ auf. Niederschlagsmengen um die 50 Liter pro Quadratmeter werden bis Dienstagmittag erwartet, in Staulagen sogar bis zu 90 Liter. Dadurch kann es zu Überflutungen von Straßen und Unterführungen kommen. Oberhalb von 2500 Metern soll es sogar schneien.
Einen Lichtblick allerdings gibt es: Nach Tagen des nassen, grauen Wetters zeigt sich am Dienstag die Sonne öfter in Franken. Dennoch sind auch hier laut DWD-Prognose vereinzelte Schauer und kurze Gewitter möglich. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 18 und 22 Grad. Am Untermain seien auch bis zu 24 Grad möglich, hieß es.

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In Bayreuth haben am Freitag die diesjährigen Richard-Wagner-Festspiele begonnen - nach heftigen Wetterkapriolen sogar mit leichtem Sonnenschein für das Schaulaufen der Polit- und sonstigen Prominenz auf dem roten Teppich.
Nun allerdings gibt es eine schlechte Nachricht für Freiluft-Wagnerianer: Die Bayreuther Festspiele haben das zweite Open-Air-Konzert dieser Saison gestrichen. Der Grund: das Wetter. „Das für heute geplante Festspiel-Open-Air-Konzert muss leider abgesagt werden“, teilten die Festspiele am Montag mit. „Grund hierfür sind die anhaltend niedrigen Temperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit, die nicht nur die Aufführungsbedingungen erschweren, sondern auch potenzielle Schäden an den empfindlichen Instrumenten verursachen könnten.“
Beim ersten Umsonst-Konzert unter freiem Himmel vor dem offiziellen Start der Festspiele in der vergangenen Woche hatte das Publikum mehr Glück. Es blieb trocken und Hunderte Zuschauer konnten Dirigent Pablo Heras-Casado und dem Orchester dabei zuhören, wie sie nicht nur Partien aus Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ oder „Lohengrin“, sondern auch Werke von Giuseppe Verdi, Richard Strauss und Gustav Mahler präsentierten. „Die künstlerische Qualität und der Schutz des Instrumentariums haben für uns ebenso hohe Priorität wie das Wohlbefinden aller Beteiligten“, teilten die Festspiele zur Absage des zweiten Konzertes mit. Einen Ersatztermin wird es nicht geben.
Schon am Wochenende hatten heftige Regenfälle in Teilen Bayerns Straßen überflutet und Keller unter Wasser gesetzt. Allein bei der Feuerwehr Nürnberg seien am Samstagnachmittag mehr als 300 Notrufe eingegangen, teilten die Einsatzkräfte mit. Innerhalb von drei Stunden seien etwa 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Die Feuerwehr sei zu etwa 150 Einsätze gefahren – überwiegend wegen vollgelaufener Keller. Zudem habe in einer Tiefgarage das Wasser etwa einen Meter hoch gestanden. Straßen waren laut Feuerwehr bis zu 50 Zentimeter hoch mit Wasser geflutet. Verletzte oder größere Schäden gab es laut Mitteilung nicht. Am Abend hörte der Regen in Nürnberg auf.

