Kultur in Bayern:Viel mehr als „bloß a kloane Schnoin“

Lesezeit: 3 min

Elena Hammerschmid als Agnes Bernauer und Sebastian Josef Danner als Herzog Albrecht III. spielen während einer Probe auf der Bühne im Hof des Herzogschlosses. Die beiden sind das Herzogspaar bei den Agnes Bernauer Festspielen 2024. (Foto: Armin Weigel/dpa)

Die tragische Geschichte der Agnes Bernauer wurde schon oft erzählt, dennoch liegt vieles im Dunkeln. Bei der neuen Inszenierung für die Straubinger Festspiele wird aus dem naiven Mädchen eine selbstbewusste Frau. Der Premieren-Abend allerdings fällt ins Wasser.

Von Hans Kratzer, Straubing

Nun ist die Agnes Bernauer schon fast 600 Jahre lang tot, aber im Straubinger Stadtzentrum ist sie immer noch omnipräsent. Zurzeit prangt sie auf diversen Flaggen der „Agnes Bernauer Festspiele“, deren Premiere am Freitag wegen Regens abgebrochen werden musste. Allerdings fällt auf, dass diesmal – rein marketingtechnisch – die Apotheken schwächeln. Wurde einst in deren Schaufenstern so mancher Agnes-Bernauer-Gesundheitstrunk angepriesen, so dominieren diesmal eher herkömmliche Beauty-Artikel: „Happy End bei Warzen!“ Nebenbei gesagt: Agnes Bernauer hätte derlei Mittelchen nicht nötig gehabt. Der Legende nach war sie so hübsch, dass man den Wein, den sie trank, die Kehle hinunterrinnen sah. 

Zur SZ-Startseite

SZ PlusSZ-Serie: Sagenhaftes Bayern, Teil 10 und Ende
:Wo kommen Gruselgeschichten eigentlich her?

Sie faszinieren und unterhalten - manchmal sollen sie aber auch warnen und erziehen: Gruselgeschichten trotzen jeder Form der Aufklärung und Rationalität. Und das hat mindestens einen triftigen Grund, erklärt der Volkskundler Helmut Groschwitz.

Interview von Patrick Wehner

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: